Category Archives: Inspiration

Wir sehen nicht, was ist.


Im Spannungsfeld der Projektionen
Künstlerische Recherche & Intervention 01

Berichterstattung über Afrika bewegt sich in europäischen Medien oft in einem Spannungsfeld aus Projektion und Vereinfachung: Einzelne Perspektiven werden verallgemeinert, komplexe Realitäten reduziert und bestehende Narrative fortgeschrieben.



Ein aktueller Artikel in der Frankfurter Rundschau illustriert dies exemplarisch. Ausgangspunkt ist ein TikTok-Video einer deutschen Touristin, die zum zweiten Mal nach Sansibar reist, dort in einem Fünf-Sterne-Hotel wohnt und unter dem Account-Namen @allesscheissemann ein Video veröffentlicht (6.6.25).

Der Account-Name, ihr Luxusaufenthalt und die betont überlegene, genervte Inszenierung der Kritik setzen die Wahrnehmung in Kontext: Es handelt sich nicht um eine alltägliche Tourist:innen-Erfahrung, sondern um eine gezielt gestaltete öffentliche Darstellung, die Aufmerksamkeit generieren will. Im Artikel wird daraus eine pauschalisierende Stoßrichtung erkennbar, die nahelegt, weiße Menschen sollten nicht nach Afrika reisen.

Die Redakteurin Jana Stäbener (Frankfurter Rundschau) nimmt diesen Post neun Monate später als Ausgangspunkt für einen Artikel unter dem Titel: „Konnte es nicht genießen“: Deutsche rät eindringlich von Reisen nach Afrika ab.

Afrika ist ein Kontinent mit 54 Ländern. Inwiefern qualifiziert die subjektive Erfahrung einer einzelnen Touristin dazu, pauschale Empfehlungen für einen ganzen Kontinent auszusprechen – und diese journalistisch zu verstärken?

Die im Artikel zitierten Aussagen über Rassismus und Machtverhältnisse sind ernst zu nehmen. Doch anstatt das problematische Verhalten mancher Tourist:innen zu hinterfragen, wird implizit dazu geraten, diese Länder zu meiden.


Das ist eine bemerkenswerte Verschiebung der Verantwortung.

Auch die Kritik an angeblicher „Kolonialnostalgie“ im Tourismus greift zu kurz. Geschichte – auch schmerzhafte – ist Teil der Identität eines Landes. Sie sichtbar zu machen, ist kein Marketingtrick, sondern oft Voraussetzung für Auseinandersetzung und Verständnis. Die Alternative wäre eine Form der Verdrängung.

Das Argument ökonomischer Ungleichheit überzeugt ebenfalls nicht. Dass sich viele Europäer Reisen leisten können, die für viele Afrikaner unerschwinglich sind, ist Ausdruck globaler und allgemeiner sozialer Ungleichheit – nicht spezifisch für Sansibar. Ein Rückgang des Tourismus würde diese Ungleichheit kaum beheben, sondern eher verschärfen.

Besonders problematisch sind pauschale Aussagen wie jene von Prof. Zimmerer, Europäer reisten in ehemalige Kolonien, um „ein koloniales Gefühl wieder aufleben zu lassen“. Solche Verallgemeinerungen sind nicht nur empirisch kaum belegbar, sondern reproduzieren selbst stereotype Denkmuster.

Ebenso irritierend ist die Formulierung, Reisende flögen nach „Deutsch-Südwestafrika“. Dieses Land existiert nicht mehr. Namibia ist seit 1990 ein souveräner Staat. Sprache formt Wahrnehmung – und hier wird eine koloniale Perspektive durch den Geschichtsprofessor eher fortgeschrieben als kritisch reflektiert.

Die Behauptung, viele Lodges in Namibia seien „in deutscher Hand“, bleibt unbelegt und unspezifiziert. Tatsächlich ist der Erwerb landwirtschaftlicher Flächen durch Ausländer seit 1995 stark eingeschränkt. Pauschale Zuschreibungen ohne Faktenbasis tragen wenig zur Aufklärung bei.

Auch die Aussage, Reisende bekämen „kaum etwas“ von der Geschichte und Vielfalt der namibischen Bevölkerung mit, wirft Fragen auf. Namibia verfügt über eine vielfältige, selbstbewusste Tourismusbranche, in der Menschen unterschiedlichster ethnischer Hintergründe ihre Geschichte aktiv vermitteln.

Was in diesem Artikel sichtbar wird, ist weniger eine Analyse afrikanischer Realitäten als vielmehr eine europäisch geprägte Perspektive auf Afrika – durchzogen von impliziten Überlegenheitsannahmen und Generalisierungen, die in Unterstellungen über mangelnde Eigenständigkeit münden.

Wenn davon gesprochen wird, den Zielländern „blieben kaum Alternativen, als mitzuspielen“, zeigt sich ein paternalistisches Verständnis, das der Souveränität dieser Staaten nicht gerecht wird.

Prof. Zimmerer, die TikTokerin und die Autorin vereint dabei vor allem eines: eine bestimmte Sicht auf die Welt. Oder, um es mit Anaïs Nin zu sagen:

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind.“

Ein Satz, der die zugrunde liegende Perspektive dieses Artikels präziser erfasst als jede weitere Analyse.

Als Namibierin frage ich: Wem nützt ein solcher Artikel?

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige vieler afrikanischer Länder, darunter Namibia. Pauschales Abraten vor Reisen nach „Afrika“ wegen persönlichen Befindlichkeiten und vagen Unterstellungen seitens Prof. Zimmerer tragen nicht zur kritischen Auseinandersetzung bei, sondern gefährden Existenzen.

Vielleicht wäre es hilfreicher, differenziert über verantwortungsvolles Reisen zu sprechen – statt ganze Kontinente zu diskreditieren.

Imke Rust ©
2026

Vertiefende Anmerkungen:

Originalaussage / Zitat aus dem ArtikelKontext / InterpretationMeine Kritik / Anmerkung
„wieso ich weissen Menschen von Sansibar abrate“ (TikTok, 6.6.25, @allesscheissemann)Deutsche Touristin (2. Besuch), Aufenthalt im Fünf-Sterne-Hotel, Social-Media-InszenierungPauschale und problematische Verallgemeinerung: Eine heterogene Gruppe wird als einheitliches Subjekt adressiert und ausgeschlossen.
Die zugespitzte Formulierung und Inszenierung legen nahe, dass Aufmerksamkeit gezielt erzeugt wird, statt Differenzierung.
Verlinkung des TikTok-Videos im Artikel und mehrfache ZitateDie direkte Verlinkung des Videos verschiebt Aufmerksamkeit und verleiht einer einzelnen, stark zugespitzten Perspektive zusätzliche Reichweite und implizite Legitimation.Dadurch entsteht der Eindruck von Relevanz und Repräsentativität, der über den eigentlichen Gehalt des Beitrags hinausgeht. Gleichzeitig übernimmt der journalistische Kontext ungewollt die Logik der Plattform: Zuspitzung wird verstärkt, Differenzierung tritt in den Hintergrund.
„Konnte es nicht genießen“: Deutsche rät eindringlich von Reisen nach Afrika abÜberschrift FR-Artikel, 29.3.26Afrika wird als Ganzes diffamiert, persönliche Erfahrung wird als Expertenmeinung präsentiert.
„…ich habe noch nie so viel akzeptierten Rassismus gesehen wie hier…“TikTok-Video zitiert im FR-ArtikelKritische Beobachtung, aber ohne Kontext pauschalisiert, leitet falsche Schlussfolgerung für alle Reisenden ab.
„Weiße Touristinnen und Touristen könnten sich dort gefühlt alles erlauben. Es sei ein schlimmes ‚Machtverhältnis‘ zu spüren.“TikTok-Video zitiert im FR-ArtikelFokus auf wahrgenommenes Machtverhältnis verschiebt Verantwortung weg von problematischem Verhalten einzelner Tourist:innen.
Geschichtsprofessor: Kolonialnostalgie als Marketing-Strategie im TourismusFR-Artikel – Untertitel und Zitat,  Autoritätsperson bestätigt, also glauben wir alles.Geschichte sichtbar zu machen ist kein Marketing-Trick, sondern Voraussetzung für Verständnis; Verdrängung wäre falsch.
„ Zum einen führten ökonomische Strukturen dazu, dass sich Europäer Urlaub auf Sansibar leisten können, viele Menschen aus Tansania aber keinen Urlaub in Deutschland.“Prof. Zimmerer zitiert im FR-Artikel,  Diskussion ökonomischer UngleichheitFokussiert selektiv auf Deutschland, ignoriert globale soziale Ungleichheit. Argument wird verkürzt, um afrikanische Länder als „problematisch“ darzustellen, obwohl die Realität komplexer ist. Ein Rückgang des Tourismus würde Ungleichheit eher verschärfen.
„Menschen aus Europa würden in ehemalige Kolonien reisen, um ein koloniales Gefühl wieder aufleben zu lassen“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelExtrem pauschalisierende Unterstellung, empirisch nicht belegt, reproduziert stereotype Denkmuster.
Als Beispiele nennt er koloniale Lodges in Südafrika, Sundowner auf den Dünen oder Fotosafaris mit dem Geländewagen in Namibia.“
Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelUnterstellung, dass jede Aktivität koloniale Gefühle reproduziert und Touristen allein aus diesem Grund nach Afrika reisen.  Realität vor Ort und infrastrukturelle Notwendigkeiten werden ignoriert.
„Den Zielländern bleiben kaum Alternativen, als hier mitzuspielen“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelHerablassend, paternalistisch, ignoriert Souveränität von Tansania, Namibia, Südafrika. Alle Länder sind seit vielen Jahren unabhängig, werden von Afrikaner:innen regiert und die afrikanische Bevölkerung stellt die absolute Mehrheit. Die Formulierung unterstellt fälschlicherweise Machtlosigkeit und „Mitspielen“ gegenüber Europa.
„Zehntausende deutsche Touristen fliegen jedes Jahr nach Deutsch-Südwestafrika“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelHistorisch veraltet, Namibia ist seit 1990 souverän. Sprache reproduziert koloniale Perspektive.
Oder meint er es ironisch? Siehe auch folgenden Punkt:
„… Sie übersehen dabei, dass die Tourismusindustrie in Namibia die koloniale Geschichte widerspiegelt, …“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelWenn der vorherige Satz ironisch gemeint sein sollte, würde diese Aussage wiederrum nicht stimmen. Die koloniale Geschichte ist in Namibia kaum zu übersehen – das ist Teil der Kritik. Siehe auch folgenden Punkt:
„… Sie übersehen dabei, dass die Tourismusindustrie in Namibia die koloniale Geschichte widerspiegelt, …“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelWidersprüchlich: Im Artikel wird zuvor behauptet, die koloniale Geschichte sei als Marketingstrategie stark präsent und beeinflusse die Reiseerfahrung (Touristen „leben koloniales Gefühl wieder auf“). Jetzt wird gleichzeitig behauptet, die Reisenden übersehen die koloniale Geschichte. Diese inkonsistente Darstellung untergräbt die Argumentation und zeigt, dass die pauschalen Unterstellungen nicht stichhaltig sind.
„Viele Lodges seien in deutscher Hand“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelUnbelegte Pauschalbehauptung. Weder wird quantifiziert, wie viele Lodges gemeint sind, noch was „in deutscher Hand“ konkret bedeutet (Bundesdeutsche vs. deutschsprachige Namibier). Der Erwerb landwirtschaftlicher Flächen durch Ausländer ist seit 1995 stark reguliert (Agricultural Land Reform Act), Investitionen erfolgen meist über Joint Ventures mit namibischer Mehrheitsbeteiligung. Zudem wird implizit unterstellt, Eigentum gehe automatisch auf koloniale Aneignung zurück – eine Verkürzung komplexer historischer Entwicklungen (inkl. späterer südafrikanischer Siedlungspolitik). Pauschale Zuschreibungen dieser Art tragen zur Verzerrung bei und verstärken bestehende gesellschaftliche Spannungen, statt sie differenziert zu beleuchten.
„Reisende bekämen kaum etwas von der Geschichte der Herero und Nama und der Stämme Ovambo und San mit“Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelNamibia verfügt über vielfältige, selbstbewusste Tourismusbranche, die Geschichte aktiv vermittelt. Pauschale Aussage, ignoriert Realität.
…„Meist nur Zerrbilder ihrer vermeintlichen ‚Primitivität‘“, sagt er.“
Prof. Zimmerer zitiert im FR-ArtikelStark pauschalisierende Unterstellung gegenüber Reisenden. Gleichzeitig reproduziert die Verwendung des Begriffs „Primitivität“ selbst eine koloniale Perspektive, die Menschen und Kulturen hierarchisiert. Darüber hinaus impliziert die Aussage, dass auch die namibische Tourismusbranche selbst vor allem solche Zerrbilder vermittelt. Dies wirft Fragen auf: Ein Großteil der Menschen, die im Tourismus arbeiten – Guides, Betreiber:innen, Mitarbeitende – sind Namibier:innen unterschiedlichster Hintergründe, mehrheitlich Schwarze Namibier:innen. Ihnen indirekt zu unterstellen, sie würden stereotype oder entwürdigende Bilder ihrer eigenen Gesellschaft reproduzieren, ohne dies zu reflektieren, ist selbst eine problematische Verkürzung. Die Aussage bleibt damit in mehrfacher Hinsicht pauschal, fragwürdig und ohne erkennbare empirische Grundlage.

Ausgangspunkt dieser künstlerischen Recherche: ein Artikel in der Frankfurter Rundschau, [29.03.2026]


Was leise gewachsen ist – ein Jahresgruß

Zum Jahresausklang – Dank & Ausblick

Liebe kreative Wegbegleiter,

zum Ende dieses Jahres möchte ich innehalten und Danke sagen.
Danke für Interesse, Vertrauen, Gespräche, Unterstützung und geteilte Zeit. Die Weihnachtszeit lädt dazu ein, das Vergangene ruhig zu betrachten – und mit offenem Blick nach vorn zu gehen.

2025 war für mich geprägt von intensiven Arbeitsphasen, Begegnungen und Projekten, die mich künstlerisch wie persönlich bewegt haben. Ein paar wichtige Stationen habe ich weiter unten in einem kurzen Rückblick zusammengefasst.

All das wäre ohne eure Begleitung auf unterschiedliche Weise nicht möglich gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Mit Blick auf 2026 öffnen sich auch wieder neue Räume:

Die VHS-Kurse für das 1. Semester 2026 sind seit Kurzem online. Da ich meine Kurse bewusst klein und persönlich halte, füllen sie sich erfahrungsgemäß schnell.
Wenn du dich im kommenden Jahr (wieder) mit mir auf kreative Abenteuer einlassen möchtest, Lust auf Farben, Ausdruck und neue Impulse hast, freue ich mich über deine baldige Anmeldung. Sag es auch gern weiter – oder buche gemeinsam mit einem lieben Menschen. Zusammen macht es oft noch mehr Freude.

Außerdem möchte ich euch bitten, euch schon jetzt die Tage des offenen Ateliers vorzumerken. Sie finden wie immer am ersten Maiwochenende statt (2. & 3. Mai). Am Samstag gibt es im Anschluss außerdem eine Foto- und Videoerzählung mit persönlichen Einblicken„Namibia – künstlerische Notizen aus meiner Heimat“.

Im November habe ich die Präsentation meiner Kunst und Projekte, sowie die Informationen auf meiner Webseite überarbeitet und aktualisiert. Ich lade euch herzlich ein, dort einmal vorbeizuschauen und in meinen Projekten zu stöbern.

Folgt mir auch gerne auf Instagram, wo ihr aktuelle Einblicke in meine Arbeit, meine Gedanken und mein Sein bekommt. Dort bin ich auch besonders dankbar über Interaktionen wie Likes und Kommentare, da sie helfen meine Sichtbarkeit zu erhöhen – in diesen Zeiten eine goldwerte Unterstützung!

Kreativ Kurse
von Imke Rust

an der VHS Oberhavel

Der Mixed-Media Kurs wird in diesem Semester nicht an der VHS angeboten. Wenn es genügend Interessenten gibt, biete ich ihn gerne privat an. Meldet euch bitte einfach bei mir!

Rückblick 2025 – künstlerische Höhepunkte


2025 war für mich ein Jahr intensiver Ausstellungen, internationaler Begegnungen und vertiefender Recherche. Meine Arbeiten waren in Gruppenausstellungen in Deutschland sowie in Südkorea zu sehen, unter anderem im Rahmen der Geumgang Nature Art Pre-Biennale und in Ausstellungen in Daejeon.

Besonders prägend waren die beiden Präsentationen der Reihe Dialog:Linie im GEDOK Kunstflügel Rangsdorf, die sich dem Verhältnisvon Zeichnung, Raum und Resonanz widmeten.

Ein zentrales Highlight war die Residency und Zwei-Personen-Ausstellung „Dialog:Linie #1 – Zeichnung & Raum“ mit Adelheid Fuss. Die intensive Zusammenarbeit, das Arbeiten mit räumlichen Gegebenheiten, klaren Begrenzungen und dem direkten Gegenüber entsprach in besonderer Weise meiner künstlerischen Arbeitsweise. Ein kurzer Videoeinblick mit uns und der Kuratorin Kaj Osteroth gibt einen schönen Eindruck davon.

Auch die Ausstellung „Acht Frauen“ in der Galerie47 war inspirierend und wirkte durch ihre besondere Konstellation und Tiefe lange nach.

Linien die das Leben schrieb | mixed-media Zeichnung auf FabrianoZeichenpapier 150 x 326cm 120g/m²; entstand während der Dialog:Linie #1 Mini-Residenz



Die Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte und meinen familiären Verflechtungen in Namibia setzt sich in meiner Arbeit behutsam fort. Im Januar begann dort eine performative Medienarbeit (Healing Horse – Bild oben), in der sich Geschichte, Trauma, Heilung und Transformation miteinander verweben.

Im August führte mich eine Recherche- und Arbeitsreise nach Enger, den Geburtsort meines Urgroßvaters, des Missionars August Kuhlmann.

Diese Arbeiten wirken weiter, verbinden sich langsam und finden ihren Weg in meine künstlerische Praxis. Etwas Besonderes wächst im Verborgenen – wie eine Schwangerschaft, in der sich vieles erst zusammenfügen muss, bevor es der Welt begegnet.

Tiefes Lauschen und Forschungen zu den Orten an denen Missionar August Kuhlmann aufgewachsen ist – die Kirche in Enger und die ehemalige Tabakfabrik, wo er nachdem frühen Tode seines Vaters als Kind arbeiten musste.

Ebenfalls in diesem thematischen Feld wurden Arbeiten von mir als Projektionen in der Theaterperformance ROOTS von Karen Rémy integriert. Es freut mich, dass sie Arbeiten aus meiner Roots & Branches Serie ihr Bühnenbild auf spannende Weise verdichteten.

Dadurch entstand eine besondere Verflechtung zwischen uns und unseren gemeinsamen (kolonialen) Vorfahren, deren Geschichte wir auf unterschiedliche Weise künstlerisch verhandeln.

HIER im Trailer bekommt man einen Eindruck von der Verbindung zwischen Karens Arbeit und meinen Zeichnungen.


Ich wünsche euch eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Jahresausklang und einen zuversichtlichen Start ins neue Jahr. Möge 2026 Raum lassen für Neugier, Begegnung, Kreativität und gemeinsames Denken und Machen.

Herzliche, kreative Grüße,
Imke Rust

Untitled 2025 | Abstract Painting, Acrylic on canvas board |40x50cm


Insights: My Art Reflected Through Research

Einblicke: Meine Kunst im Spiegel der Forschung

🇬🇧 English

In 2020, I was invited by Julia Rensing to give an interview about my artistic practice as part of her doctoral research. What followed was an inspiring exchange of thoughts and artworks between us. Julia has since successfully completed her dissertation, which has now been published as a book under the title Troubling Archives: History and Memory in Namibian Literature and Art.

The best part: the entire publication is freely accessible online – you’ll find the link above!

Of course, it would be wonderful if you also ordered the book and supported the author in her work – there’s something truly special about holding a book in your hands.

In Chapter 2, Artistic Archival Interventions and Memory Conversions, several of my works and series are discussed in depth, including Memory Series, Roots & Branches, and A Thorny Issue. My works are placed in dialogue with those of my Namibian colleague Tuli Mekondjo, opening up a compelling conversation around memory, history, and artistic engagement with archives.

If you’re interested in historical perspectives, archives, memory culture in Namibia, or a deeper insight into my artistic work, I warmly invite you to explore the book.



🇩🇪 Deutsch

Im Jahr 2020 wurde ich von Julia Rensing eingeladen, im Rahmen ihrer Doktorarbeit ein Interview über meine künstlerische Praxis zu geben. Daraus entwickelte sich ein inspirierender Austausch von Gedanken und Kunstwerken zwischen uns. Inzwischen hat Julia ihre Dissertation erfolgreich abgeschlossen – sie ist nun unter dem Titel Troubling Archives – Geschichte und Erinnerung in der namibischen Literatur und Kunst als Buch veröffentlicht worden.

Das Beste daran: Die vollständige Publikation ist online frei zugänglich – den Link findet ihr oben!

Aber natürlich wäre es toll, wenn ihr das Buch auch bestellt und die Autorin in ihrer Arbeit unterstützt – so ein Buch in der Hand zu halten, ist doch immer noch etwas Besonderes.

In Kapitel 2 mit dem Titel Artistic Archival Interventions and Memory Conversions (Künstlerische Archivinterventionen und Gedächtnisumwandlungen) werden mehrere meiner Arbeiten eingehend analysiert, darunter Memory Series, Roots & Branches und A Thorny Issue. Meine Werke werden in diesem Kapitel gemeinsam mit denen meiner namibischen Kollegin Tuli Mekondjo betrachtet – ein spannender Dialog entsteht, der unsere künstlerischen Zugänge zu Erinnerung und Geschichte gegenüberstellt und miteinander verknüpft.

Wenn ihr euch für historische Perspektiven, Archive, Erinnerungskultur in Namibia oder für eine tiefere Auseinandersetzung mit meiner künstlerischen Arbeit interessiert, lade ich euch herzlich ein, in das Buch hineinzulesen.


Neue kreative Kurse an der VHS Oberhavel – Jetzt anmelden!

Herbstzeit ist Kreativzeit! Ab September gibt’s wieder neue Kurse an der VHS Oberhavel– alle Termine & Themen im Überblick.

Zeit für ein Geständnis:
Es macht mir wahnsinnig viel Freude meine Kurse und Workshops für Erwachsene hier in Oranienburg anbieten zu können.

Warum? Weil ich dabei so tolle, kreative und weltoffene Menschen kennenlerne, die ich auf ihrer kreativen Entdeckungsreise sanft leiten und aufmunternd begleiten darf. Mich mit ihnen über ihre Fortschritte, Erkenntnisse und happy-accidents freuen kann.

An dieser Stelle möchte ich einfach mal DANKE sagen, an alle die sich schon mit mir auf ein kreatives Abenteuer eingelassen haben, gewachsen sind und gelernt haben ihrer Intuition und Schöpfungsgabe immer mehr zu vertrauen! Die Offenheit, Herzlichkeit und der Mut, den ihr mitbringt, macht das Unterrichten auch für mich zu einer ganz besonderen Zeit die ich nicht mehr missen will. Und welch ein Geschenk ist es, immer wieder neue, spannende Menschen aus der Umgebung durch diese Kurse kennenlernen zu dürfen!

Die Beziehungen die in den Kursen entstehen, tragen jede auf ihre Art zur schöpferischen Lebendigkeit aller bei. Und genau dass ist, was wir in diesen aktuellen schwierigen Zeiten brauchen um uns und die Welt zu heilen und positiv zu verändern.

Besonders freue ich mich auch darauf, dass die Kurse ab September in der KulturFUGE in Oranienburg, André-Pican-Straße 40 stattfinden werden. Das renovierte Gebäude bietet ein neues großes und helles ART-Labor in dem wir viel Platz und eine tolle Atmosphere haben zum kreativ arbeiten, spielen und experimentieren.

Hier ist eine Übersicht meiner Angebote – vielleicht bist du (wieder) dabei?

10x Dienstags, Anfang: 9. September
6x Montags, Anfang: 3.November

Intuitiver Prozess

Im Kurs ‚Mut zur intuitiven Malerei‘ werde ich in Zukunft den Fokus noch mehr auf das Intuitive legen. Wie höre ich meine Intuition und lasse mich mutig auf sie ein – unabhängig von dem Resultat. Wie mache ich mich frei von Erwartungen und Vorstellungen? Die Kreativität dient als Prozess zum Loslassen, Vertrauen und sich selbst besser kennenzulernen. Wir trainieren unsere Intuition um noch authentischere Bilder zu malen.

Sinnbildlich würdet ihr lernen eure eigene, innere Sprache frei auszudrücken, um dabei in einen tiefen Dialog mit euch selbst zu treten. Im Mittelpunkt steht der Prozess, die Achtsamkeit und das Vertrauen.

👉 Spielerisch loslassen, achtsam eintauchen, intuitiv malen – bist du dabei?

Bewußtes Ziel

Im ‚Die Sprache der Abstraktion’ Kurs lernen wir wie man bewußt und gezielt die Methoden der Abstraktion einsetzt um Ideen, Bilder oder Gefühle auszudrücken. Ihr entwickelt und übt eure eigene Form- und Bildsprache um überzeugende Kunst zu erschaffen.

Sinnbildlich könnte man sagen, es ist wie eine Sprache und deren Grammatik lernen und beherrschen um gut kommunizieren zu können. Wenn man die Grundsätze der Sprache kennt, kann man mit ihr auch experimentieren, und über die einfache Kommunikation hinaus zur meisterlichen Poesie gelangen.

👉 Keine Plätze mehr, aber die Warteliste ist offen – vielleicht klappt’s ja doch noch.

Ganz oft ist intuitive Malerei auch abstrakt, aber nicht alle abstrakte Malerei ist auch intuitiv. Es gibt viele Überschneidungen, aber in den Kursen unterschiedliche Schwerpunkte. Und wie immer verlaufen die Grenzen bei mir fließend…

8x Donnerstags, Anfang: 11. September

Bekannter Kurs – Neuer Inhalt

Für das kommenden Semester
habe ich neue Techniken vorbereitet! Ich freue mich darauf mit euch die frischen 
Impulse und Inspirationen zu teilen. Es lohnt sich also auch für die
von euch, die schon öfter mal dabei waren!

Art Journaling bietet eine ungezwungene Form seinen persönlichen, authentischen Ausdruck zu finden und kreativ zu leben. In diesem Kurs erlernst du verschiedene Methoden, wie du das Art Journal als tägliches, meditatives Ritual nutzen kannst. Durch das Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und spannenden Techniken, die die Sinne anregen, lernst du deinem kreativen Prozess zu vertrauen und ihn bewusst zu nutzen.

👉 Dein Journal freut sich auf frische Ideen – jetzt anmelden!

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11. Oktober

Dranbleiben, eintauchen, wachsen

Du hast schon Erfahrungen im Art Journaling oder einen Kurs mitgemacht? Zuhause fehlt dir die Muse, die Zeit oder der Austausch um an deinem Art Journal weiterzuarbeiten?

In diesem Kurs bekommst du frische Inspiration und neue Anregungen. Im gemeinsamen Arbeiten an unfertigen oder neuen Seiten tauschen wir Ideen und Technicken aus. Du bekommst neue Ideen, Tipps und Motivation zum Weitermachen.

👉 Gönne dir ein Nachmittag mit ausreichend Zeit in der du entspannt und ausgiebig in die Kreativität eintauchen kannst – hier geht’s zur Anmeldung:

25. & 26. Oktober

Spannende visuelle Verbindungen erschaffen

Collagen sind eine spannende und einfache Methode tolle Bilder zu erstellen, die keine künstlerischen Vorkenntnisse voraussetzen. Hier geht es vor allem um das kreative Spielen und Experimentieren mit verschiedenen Materialien.

Für die Collagen werden als Basis Bilder aus Zeitschriften, Buchseiten, gefundene Papiere mit unterschiedlichen Farben oder Texturen und vieles mehr verwendet.

Darauf wird nach belieben mit Farben, Stiften, Garn oder anderem Material weiter gearbeitet. Wir lernen die Grundlagen um eine ausdrucksstarke mixed-media Collage zu entwickeln: unterschiedliche Materialien, Komposition und Zusammenführung.

👉 Noch sind Plätze frei – ich freue mich, wenn du dabei bist.

8. & 9. November

Das kreativste Buch überhaupt

Der englische Name “Junk Journal” steht für Reste oder Ramsch – man verwertet bei der Herstellung hauptsächlich unterschiedliche Papier- und Materialreste, Stoffe, Pappverpackungen und vieles mehr und zaubert dadurch ein einzigartiges neues Buch im Shabby-Chic Stil.

Junk Journals eignen sich als Art Journals, Notiz- oder Skizzenbücher und auch als besondere Geschenke mit viel Persönlichkeit.

Interessant, aber wie sieht so ein Art Journal eigentlich aus? Damit du dir ein Eindruck machen kannst, teile ich hier unten mal ein Flip-through durch mein neustes Junk Journal.

Auf meinem YouTube Kanal zeige ich dir einige weitere Junk Journals von mir.

👉 Bereit dein eigenes Junk Journal entstehen zu lassen? Einfach anmelden!

Gucke dir mein neustes Junk Journal Seite für Seite in 2 Minuten an…

Ich freue mich auf dich/euch und inspirierende, achtsame kreative Abende, Wochenenden und Nachmittage!

Bis dahin, Imke

“Acht Frauen” Ausstellung Birkenwerder

Heike Adner • Carolina Amaya • Gudrun Fischer-Bomert • Annette Frick • Kathrin Karras • Imke Rust • Ila Wingen • Karla Woisnitza (INGARTAN) •

Zeitraum

Sonntag, 02. März 2025, 16.00 Uhr

Eröffnung

02. März 2025 bis 05. April 2025

Die Ausstellung „ACHT FRAUEN“ ist eine Hommage an die schöpferische Kraft und den Mut von Frauen, die in der Kunst ihre Stimme und Ausdruckskraft gefunden haben.
Sie spiegelt das Motto „Trotz(t)dem!“ der 35. Brandenburgischen Frauenwochen wider und schafft einen inspirierenden Raum für Reflexion, Dialog und kreative Entfaltung.

Am Sonntag, 2. März 2025, um 16 Uhr
laden wir herzlich zur Vernissage

„ACHT FRAUEN“


| Begrüßung: Projektteam*)
| Eröffnungsrede: Julia Effinger
Kulturwissenschaftlerin, Leiterin des Fachbereichs Marketing der Stadt Hohen Neuendorf

Zeitraum: 2. März bis 5. April 2025

*) Kirstin Rabe, Katarzyna Sekulla, Stephanie Tuschinski, Susanne Zinser

Begleitprogramm zum Projekt ACHT FRAUEN:

| Samstag, 15. März 2025, 16 Uhr
Künstlerinnengespräch und Diskussionsrunde
trotz(!)dem – Frauen in der Kunst

Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen, mit denen Frauen in der Kunstwelt konfrontiert sind. Thematisiert werden Fragen nach Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und den individuellen Wegen. Wie behaupten sich Künstlerinnen heute – trotz und gerade wegen der Hindernisse?
Gast: Eva Hübner, Leiterin der Inselgalerie Berlin, Verein Berliner Fraueninitiative Xanthippe e.V.
Moderation: Ila Wingen, Künstlerin, Kuratorin

| Samstag, 22. März 2025, 12 Uhr bis 16 Uhr
Kreativ-Workshop: EXPERIMENTING WITH COLOR AND EMOTIONS

Wir tauchen in die Psychologie der Farben ein und entdecken ihre transformative Kraft. Durch interaktive Übungen, meditative Praktiken und kreative Aktivitäten werden
emotionale Resonanzen verschiedener Farbtöne erspürt und Potenziale freigesetzt.
Leitung: Carolina Amaya, Künstlerin
Teilnehmerbeitrag 60 €, inbegriffen Material und Getränke.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Bei Interesse bitten wir um verbindliche Anmeldung, unter kontakt@galerie47-birkenwerder.de


| Samstag, 5. April 2025, 16 Uhr
Finissage der Ausstellung

Unter dem Motto „Let’s Talk & Dance“ verbindet die
Finissage Kunst, Austausch und Musik zu einem leben-
digen Abschluss des Projekts. Die Künstlerinnen sind
anwesend.


Öffnungszeiten: Sa und So | 15–18 Uhr
Kommunale Galerie 47 Birkenwerder e.V.
Hauptstraße 47
16547 Birkenwerder

Ich zeige Arbeiten aus meiner Serie Roots & Branches. Ich freue mich euch bei der Eröffnung, dem Künstlerinnengespräch oder der Finissage wiederzusehen.

temporär verbunden – 10.11.24 Vernissage

Herzliche Einladung zu Ausstellung/Vernissage von

temporär verbunden

Mit den Künstlerinnen Frauke Beeck, Regine Daniels-Stoll, Christine Düwel, Jana Franke, Marianne Gielen, Elli Graetz, Karin Gralki, Christina Köster, Eka Orba, Kaj Osteroth, Annette Paul, Imke Rust, Dorit Trebeljahr, Astrid Weichelt, Alexandra Weidmann, Jana Wilsky

Ausstellungspause: 12.12.2024-5.1.2025
 
Eröffnung I: Sonntag, 10.11.2024, 15 Uhr
Improvisation: Jana Franke (Text, Performance) und Regine Daniels-Stoll (Violoncello)
 
Eröffnung II: Sonntag, 24.11.2024, 15 Uhr
Performance: Annette Paul
 
Kammerkonzert: Freitag, 6.12.2024, 19 Uhr
Regine Daniels-Stoll (Violoncello) und Andreas Kowalewitz (Klavier)
 
“Vor 30 Jahren wurde die GEDOK Brandenburg gegründet. Zum Geburtstag kamen 16 Künstlerinnen in zwei Gruppen auf Schloss Wiepersdorf zum gemeinsamen Arbeiten zusammen. Ab 10.11. zeigen wir Ergebnisse des ersten Aufenthalts, ab 24.11. stoßen die Künstlerinnen der zweiten Runde frisch aus Wiepersdorf dazu.
 
Schloss Wiepersdorf wurde um 1735 erbaut, ab 1814 von Achim von Arnim bewirtschaftet und phasenweise auch von Bettine von Arnim bewohnt, die nicht nur als Herausgeberin und politische Aktivistin bekannt wurde, sondern auch als Schriftstellerin, Zeichnerin und Komponistin.

Nach einigen Wechseln gründete das Land Brandenburg 2019 die Stiftung Schloss Wiepersdorf, die die Anlage als Künstler*innenhaus betreibt. Die Stiftung Schloss Wiepersdorf ermöglicht neben Einzel- und Kooperationsstipendien auch Gruppenaufenthalte, auf die sich die GEDOK Brandenburg für 2024 beworben hat. Statt eines großen Festakts zum 30. Geburtstag mit allem Drumherum ging es darum, das Netzwerk der GEDOK Brandenburg zu stärken und Freiberuflerinnen aus bildender Kunst, Literatur und Musik zusammenzubringen. Im Stipendium treffen Frauen aus verschiedenen Generationen und biografischen Hintergründen aufeinander. Herausgelöst aus dem Alltag widmen sie sich ihren eigenen Werken ebenso wie dem gemeinsamen Schaffen.

In mehreren Vorbereitungsrunden diskutierten die Beteiligten intensiv, wie ein gemeinsames Werk aussehen kann und entschieden sich für eine gemeinsame Bildfolge für die Ausstellung in der Galerie KUNSTFLÜGEL. Einige porträtierten ihre Kolleginnen zusätzlich in Wort, Bild und Performance. Außerdem zeigen die Künstlerinnen in der Ausstellung Werke aus ihrem aktuellen Schaffen, die durch den Aufenthalt inspiriert und ermöglicht wurden.”

Was daraus entstanden ist, seht ihr in der Ausstellung!

Ich freue mich auf eine Begegnung und viele inspirierende Gespräche über die Kunst mit euch bei der Vernissage am 10. November 2024!

Erinnerung: Führung durch die Ausstellung & Film am 24.11.23

Wir laden herzlich ein zur Filmvorführung des preisgekröntem Film:

von Steffen Holzkamp über Imke Rusts Land Art Projekte in Namibia

Am Freitag, den 24.11.23 um 19Uhr
in der Klosterscheune Zehdenick
Domänenweg 1, 16792 Zehdenick

Künstlerin und Filmemacher sind anwesend und laden im Anschluss zur Diskussion und Führung der Ausstellung ein.

Durch den Film lernt man Imke Rusts Arbeits- und Denkweise kennen. Man bekommt eine Einsicht in ihre ortsbezogene Arbeiten in der grandiosen namibischen Landschaft.

Die Ausstellung ist ein weiteres Zeugnis von Rusts tiefer Verbindung zur namibischen Natur und ihrem Wunsch die Zusammenhänge zu verstehen und sichtbar zu machen, in diesem Fall durch prozess-orientierte Arbeiten und künstlerisch-kreativen Forschungsansätzen.

Imke Rust führt im Anschluss zum Film durch die Ausstellung um einen tieferen Einblick in ihre Materialwahl, Vorgehensweise und Gedanken zu den Arbeiten zu geben. Dabei teilt sie ihr spannendes Wissen über afrikansiche Mythologie, wissenschaftliche Erkenntnissen zu Termiten und ihrem eigenen persönlichen Dialog mit diesen fazinierenden Wesen.

Die Ausstellung zeigt Textilarbeiten, Mixed-Media Collagen, Zeichnungen, Videos und Fotografien.
Dauer der Ausstellung: 12.11.23 – 25.2.24
Öffnungszeiten: Mi – So und an Feiertagen von 13 – 17 Uhr

Trailer vom Film:

Synopsis des Films:

In der prallen Wüstensonne über 1000 Weißdornen zu Kreisen legen? Schwarze Müllsackrosen in die Sanddünen pflanzen? Oder eine halbe Tonne Salz  zu einer begehbaren Skulptur formen?

Die Landart Installationen der Namibischen Künstlerin Imke Rust folgen einem immanenten Anliegen: Der Sorge über den zunehmenden Uranabbau in Namibia und der Verschandelung der Wüste. Ihre Kunstwerke sorgen für Aufmerksamkeit, verstehen sich aber auch als ein symbolischer Schutz für das geschundene Land.

Kann Kunst etwas bewirken? Was kann ich tun? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Imke Rust auf eindringliche Weise.

In 2012 in Namibia und Berlin gedreht, spiegelt der Film die  teils meditative Stimmung der Entstehung von Rust’s Landart. Ruhige Einstellungen bei der Installation der „Salt Circles“ oder reportagige Handkamera bei der Videoperformance „The Scream“ auf der Seebrücke am Atlankik: Schnitt und Montage folgen dem Tempo der Kunst.

Die Absage der gebuchten Rust-Ausstellung seitens der Kunstvereinigung bringt dem Film eine dramaturgische Wendung und verlagert den Schwerpunkt hin zu einer gesellschaftlichen und medialen Kontroverse über die „Freiheit der Kunst“ in Namibia.

So organisiert sich die bekannte Künstlerin mit Hilfe durch ein Netzwerk von Unterstützern ihre Ausstellung einfach selbst.

Starke Bilder an atemberaubenden Orten, sowie Illustrationen und Musik verdichten den Film zu einem eindrucksvollen Statement für Courage und Eigeninitiative im eher konservativen Namibia.

Die Filmarbeit in Namibia wurde teilweise vom National Arts Council of Namibia unterstützt.

Offene Ateliers in Brandenburg – Du bist eingeladen!

Kunst, Kunstfilme und Kreatives

Liebe (Kunst)Freunde, 

Zieht es dich auch sehnsüchtig nach draußen nach diesem grauen Winter? Braucht deine Seele auch mal wieder frische Farben, spannende Bilder und neue Inspiration? Und dazu eine Fahrt ins Grüne mit einen kreativen Austausch bei Kaffee&Co?

Wenn ja, dann seid ihr ganz herzlich zu mir eingeladen an den Tagen des Offenen Ateliers am ersten Maiwochenende! 

Als besonderen Highlight werden wir an beiden Tagen jeweils um 17Uhr eine Auswahl von unseren kurzweiligen Kunstvideos der letzten Jahre zeigen. 

Einige dieser Kurzfilme waren schon in Korea bei der 4th Gangwon Triennale und Geumgang Nature Art Video Biennale, in Schweden, beim International Wind Art Festival und in der KDV Gallerie in Dachau zu sehen. 
 

Öffnungszeiten: 
Samstag 6. Mai: 14 – 19Uhr (Kurzfilm Vorführung ca. 30-45min ab 17Uhr)
Sonntag 7. Mai: 11 – 18Uhr (Kurzfilm Vorführung ca. 30-45min ab 17Uhr)

Adresse:
Studio Imke Rust, Birkenstr. 11, 16515 Oranienburg O/T Neu-Friedrichsthal

Das ganze Program mit weiteren Informationen zu allen Offenen Ateliers in Brandenburg finden sie/du hier: https://offene-ateliers-brandenburg.de/ 

Ich freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen!

Kreative Grüße, Imke

Still aus Drawing Turbulences with Gold, 2023 Namib Desert

Inauguration / Einweihung der NamensTropfen-Installation von Imke Rust

Ceremony on the occasion of the 77th anniversary of the liberation of Ravensbrück concentration camp and its subcamps on 29/30 April 2022 at the “Waldbau” concentration camp memorial site (Neubrandenburg)

Veranstaltungen anlässlich des 77. Jahrestags der Befreiung des KZ Ravensbrück und seiner Außenlager am 29./30. April 2022 im KZ-Gedenkort „Waldbau“ (Neubrandenburg)

Inauguration of the Name Drops installation by Imke Rust – Ceremony with Minister Dr. Till Backhaus and Vice-President of the State Parliament of MV Elke Annette Schmidt and representatives from the state, district and municipalities


Einweihung der NamensTropfen-Installation von Imke Rust – Festakt mit Minister Dr. Till Backhaus und der Vizepräsidentin des Landtages MV Elke Annette Schmidt und Vertreter:innen aus Land, Landkreis und Kommunen
NamensTropfen Installation by Imke Rust, Waldbau Gedenkort, Neubrandenburg

Deutscher Text: Bitte HIER klicken. (Dr. Martin Müller-Butz, zeitlupe (RAA MV e.V.)

77 years after the liberation of the Ravensbrück concentration camp by the Red Army, the victims were commemorated in a memorial ceremony. This took place at the concentration camp field office in Nemerower Holz near Neubrandenburg. In prominent company, a work of art by the artist Imke Rust was inaugurated at the memorial site in honour of the victims.

Gedenkveranstaltung im Nemerower Holz Beitrag von neueins (2:17Min)

“Waldbau” Concentration Camp Memorial – a place of shared remembrance

30 April 2022 marked the 77th anniversary of the liberation of the Ravensbrück concentration camp by the Red Army. In Neubrandenburg, the National Socialists had set up two more places, the concentration camp in Ihlenfelder Straße in 1943 and the “Waldbau” concentration camp in 1944, where tens of thousands of men and women from all over Europe had to perform forced labour under the most adverse conditions. Both places were subcamps of the Ravensbrück main camp – and at the same time closely linked to the armaments industry in National Socialist Neubrandenburg. Using machines transported from Warsaw to “Waldbau”, the women produced parts for thousands of V1 rockets, pistols, bombing devices etc. for the war of extermination in Eastern Europe. In the last days before the end of the war, both camps were emptied and the already exhausted concentration camp prisoners were systematically maltreated and shot on so-called “death marches”.

On the occasion of the anniversary, the mayor of Neubrandenburg Silvio Witt and the managing director of RAA M-V Christian Utpatel invited to a ceremonial act of remembrance in Waldbau on 29 April, which was attended by Franc But, ambassador of the Republic of Slovenia and representatives of the embassies of Poland, the Czech Republic and Slovakia. With their presence, the diplomatic representatives underlined the significance of the site as a place of remembrance that unites nations and occupies a justified and important place in the European context of remembrance of the Second World War. Other guests such as the Minister of Agriculture and Forestry Dr. Till Backhaus, the head of the Mecklenburg Lake District Thomas Müller and the director of the State Centre for Political Education MV Jochen Schmidt inaugurated the installation of name drops by the artist Imke Rust.

Agra- und Forstminister Dr. Till Backhaus bei der Einweihung der Installation

Naming the names of the imprisoned women – making regional remembrance possible

The installation on the grounds of the former camp makes visible the names of 500 women so far who were systematically exploited as concentration camp prisoners in the camps of Neubrandenburg and in some cases had to do forced labour for the armaments industry based here until their death. Over the past two years, young people and interested adults from Neubrandenburg and the surrounding area engraved the names of some of the 1,500 women on the drop-shaped plexiglass plates, either from home or in joint workshops. Researchers Nadja Grintzewitsch (Managing Director of the Dr. Hildegard Hansche Foundation), Dr. Harry Schultz and Tino Kammerer, under the direction of Eleonore Wolf (City Archives NB) and Dr. Constanze Jaiser, researched the names and compiled them in a database. The installation shows the extent of the crimes committed by the National Socialists in Neubrandenburg and underlines their impact on the lives of women. With the name drops, the German-Namibian artist has enabled an individual and intergenerational remembrance of the women and has already created a multitude of occasions for a joint activating remembrance and a regional search for traces.

Text from Dr. Martin Müller-Butz, 4. Mai 2022, zeitlupe (RAA MV e.V.) Translated by Deepl – free version

Find more information about this memorial installation HERE.

Following some more impressions of the day

Images by Imke Rust ©, 2 images by Stadt Neubrandenburg/Demmin © as indicated

Offene Ateliers 7. & 8. Mai

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„Die Welt ist bunt. Manchmal schön. Immer aufregend!“

Ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen habe oder von wem es ist, aber seit dem ist es zu einer Art Motto in meinem Leben geworden. Und ich finde es passt auch zu meiner Kunst.

Am 7. & 8.Mai  (11- 18 Uhr) könnt ihr euch selbst davon überzeugen. Denn auch in diesem Jahr öffne ich mein Atelier zu den Tagen des offenen Ateliers in Brandenburg.

Wolltest du immer schon mal Kunst von mir besitzen? Oder frische Impulse an deinen leeren Wänden haben? Ein außergewöhnliches Geschenk für einen lieben Menschen? Oder, vielleicht willst du dein erspartes Geld in schöne und aufregende Kunst investieren, bevor es an Wert verliert? Dann ist jetzt die ideale Gelegenheit!

Es gibt tausend gute Gründe Kunst zu kaufen…

Noch einer ist mir zu helfen, Platz zu schaffen für neue, aufregende Arbeiten die gerne entstehen wollen.
Denn mein Atelier platzt aus seinen Nähten und ich würde gerne Platz für Neues schaffen… Gerade in den letzten „Corona Jahren“ sind viele neue Arbeiten entstanden, dafür gab es aber wenig Möglichkeit sie auszustellen oder zu verkaufen.

Außerdem: Während überall die Preise steigen, sind meine immer noch die Gleichen. Da ich wirklich gerne Platz schaffen will, biete ich viele der älteren und größeren Arbeiten sogar noch billiger an.  

Es gibt Arbeiten auf Leinwand oder Papier, von ganz klein bis groß (100x100cm – so das es immer noch bequem mitgenommen werden kann) – alles unter 1000 Euro.

Aber natürlich darfst du auch gerne die Gelegenheit nutzen, einfach so mal wieder vorbei zu kommen – zu gucken, fragen, quatschen und austauschen.

 
Ich freue mich auf deinen Besuch!

Birkenstr. 11, 16515 Oranienburg O/T Neu_Friedrichsthal

Robinson… Mixed-media on found book cover.

ENGLISH:

“The world is colourful. Sometimes beautiful. Always exciting!”

I don’t remember where I read this or who wrote it, but since then it has become something of a motto in my life. And I think it also fits my art.

On 7 & 8 May (11 – 18h00) you can see for yourself. Because this year I’m opening my studio again for the open studio days in Brandenburg.

Have you always wanted to own art from me? Or have fresh impulses on your empty walls? An extraordinary gift for a loved one? Or, maybe you want to invest your saved money in beautiful and exciting art before it loses value? Now is the ideal opportunity!

There are a thousand good reasons to buy art….

One more is to help me make room for new, exciting work that is eager to be created.
Because my studio is bursting at the seams and I would like to make room for something new… Especially in the last two “Corona years”, many new works were created, but there was little opportunity to exhibit or sell them.

Besides, while prices are rising everywhere, mine are still the same. Since I really want to make room, I offer many of the older and larger works even cheaper.  

There are works on canvas or paper, from very small to large (100x100cm – so it can still be taken along comfortably) – everything under 1000 Euros.

But of course you are also welcome to just drop by – to have a look, ask questions, chat and exchange ideas.

I look forward to your visit!
Birkenstr. 11, 16515 Oranienburg O/T Neu_Friedrichsthal

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