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Circle of Life – Meeting the Rainforest

(Deutscher Text weiter unten)

Initially I felt overwhelmed by the rainforest and how unfamiliar this environment was to me. I spent the first day getting to know the forest and made small, quick artworks to introduce myself to the forest and ask its blessings for me to work there.

Small creative offerings to Banco forest:

Following is a short meditation which I have written in my sketchbook on the first day in the Banco forest:

Introducing myself to the forest.

A desert girl coming from the cold.
Feeling fragile and overwhelmed.
It is noisy.
My headache is slightly better.
I think it is raining.
I can hear it, but not feel it.

I feel a lot of pressure. And some loneliness…

I must trust that Banco will also introduce itself to me.
Open up and invite me in. Share its secret and let me know why I have come here.
Why are we brought together?

I feel a certain sadness.
I don’t belong. But that should be obvious.
This is a foreign place.
Africa, but far away from home.

Desert. Contained.

I am here. In the rainforest.
The lungs of Abidjan.
The heart of the rain.

I am here for a reason.

To bring a gift and to receive some.
As a pioneer. As a creator. As an African and a German – I meet in the middle (of my two homes).

I am coming to the source of the rain.
To learn, to understand, to transform and be transformed.

There is something the forest needs from me. That is why I am here.
I am open to all I can be and listening and feeling into what needs to happen.

Desert. Contained. In a rainforest.

I witness. I create. I play. I move. I am moved.

The space which chose me

By the end of the day the forest invited me to this space and I knew this is where I should start. A few initial ideas were considered and offered to the forest, but then discarded, when I realised it is not what wants to happen there.

Working with no plan and with this kind of careful dialogue with the nature around me is exciting and yet always a challenge too. I am challenged to trust, to become quiet, to hush my ego and to ignore my inner critic (and she is a real tough one).

The dialogue happens on a soul-heart basis. I imagine a next step and then feel it in my body. Does it feel good? Is there a YES? Are there any other images coming up?

As soon as there is a yes-feeling, I start with that step. Even though I usually do not know where the road leads to or how the final artwork will look like. I have learned, that the idea, which I form in my mind, of how it should be, usually gets tumbled over pretty quickly. Unless I try to hold onto it, then the artwork does not flow along, but gets sticky, like stepping into old bubblegum.   

Starting to create a circle

All the time I had this idea to work with clay. Yet, that did not want to happen. At least for now. The idea of a circle felt good, so I mapped it out with some fallen branches. Then I found more branches and thought, ok, I can just as well add them.

Part of the benefits of the AGA was, that there were several art students who would assist us artists with our work. Having an assistant, especially an enthusiastic and hard-working student, who is curious, open and friendly is a real blessing. I still had no idea where this will be going. Silue, my assistant, wanted to know what he can do. After asking him to wait a few times, I realised that I needed to just give him some task. So I asked him to collect some more branches.

After the first day of working, with Tenena Francis Silue.

And I too collected some more branches and slowly this nest-like structure grew. As I worked on it, I realised that not only is it positioned between 2 large trees and enveloped by their roots, but also that there is a small tree at the entrance to the ‘nest’. I also realised that one of the large trees was in actual fact dead.

While I placed the branches along the circle, I saw the resemblance to life: we are born (small tree) then grow up (large tree) and then die (second large, dead tree) and that this cycle continuous endlessly. That is how it got its title.

Small tree, large tree and dead tree…

As I finished, I also noticed that during the two days working, I started to feel more at home and at ease in the forest. It was as if the forest has invited me to consider it as a friendly home, by allowing me to create this nest-like structure and protective circle.

I heard it whisper to me “Now you have a home in the forest too. When you are mindful, you recognise that you are part of nature and therefore always safe and protected. Similarly nature needs you to help raise the awareness, that this, our all home, needs to be protected too.”

Circle of Life (Imke Rust, Banco Forest, Abidjan for the Abidjan Green Art Biennale 2019)

View more works created during the Abidjan Green Arts Biennale HERE.

German:

Kreis des Lebens – den Regenwald kennenlernen

Am Anfang fühlte ich mich überwältigt von dem Regenwald und wie fremd ich mich in dieser Umgebung fühlte. Den ersten Tag verbrachte ich damit den Wald zu erkunden und ein paar, kleine, spontane Arbeiten zu erschaffen um mich dem Wald vorzustellen und um seinen Segen zu bitten, damit ich dort arbeiten kann.

An dem Tag entstand auch der folgende meditative Text, den ich in mein Skizzenbuch notierte:

„Mich dem Wald vorstellen.

Ein Wüstenmädchen das aus der Kälte kam.
Fühle mich zerbrechlich und ein wenig überfordert.
Es ist laut.
Meine Kopfschmerzen sind etwas besser geworden.
Ich glaube es regnet.
Ich höre es, aber fühle es nicht.

I spüre einen großen Druck. Und etwas Einsamkeit…

Ich muss Banco vertrauen, das er/sie sich mir vorstellt.
Sich mir öffnet und mich einläd. Seine/ihre Geheimnisse mit mir teilt und mir zeigt warum ich hier bin.
Warum wurden wir zusammengeführt?

Ich verspüre eine gewisse Traurigkeit.
Ich gehöre nicht hier her. Aber das ist ja offensichtlich.
Dies ist ein fremder Ort.
Afrika ja, aber sehr weit weg von Zuhause.

Wüste. Eingegrenzt.

Ich bin hier. In dem Regenwald.
Die Lungen von Abidjan.
Das Herz des Regens.

Es gibt einen Grund warum ich hier bin.

Um mein Geschenk zu bringen und etwas zu erhalten.
Als Pionier. Als Schöpferin. Als Afrikanerin und als Deutsche – wir treffen uns in der Mitte (von meinen beiden Heimaten).

Ich komme zu dem Ursprung des Regens.
Zu lernen, zu verstehen, zu verwandeln und verwandelt zu werden.

Es gibt etwas das der Wald von mir braucht. Darum bin ich hier.
Ich bin offen für alles was ich sein kann, höre und fühle was passieren soll.

Wüste. Eingegrenzt. In einem Regenwald.

Ich beobachte. Ich schöpfe. Ich spiele. Ich bewege. Ich werde bewegt.“

View from inside out.

Am Ende des Tages hat der Wald mich zu diesem, einen Platz geführt und ich fühlte hier soll ich anfangen. Ich hatte ein paar erste Ideen, die ich dem Wald anbot. Aber sie wurden verworfen, sobald ich merkte, das sie nicht passten.

Es ist spannend und gleichzeitig eine Herausforderung so ungeplant zu arbeiten und mich dabei auf einen sensiblen Dialog mit der Natur zu verlassen. Ich bin angehalten zu vertrauen und still zu werden, meinem Ego und inneren Kritiker auf stumm zu schalten. Gar nicht so einfach.

Dieser Dialog findet auf einer Herz-Seelen Ebene statt. Ich stelle mir einen möglichen nächsten Schritt vor und spüre dann in mich hinein. Fühlt es sich gut an? Ist da ein JA? Kommen irgendwelche anderen Bilder hoch?

Sobald ich ein JA-Gefühl habe, fange ich mit der Umsetzung des nächsten Schrittes an. Meist habe ich aber keine Ahnung wohin er führt oder wie das finale Kunstwerk aussehen soll. Ich habe gelernt, die Idee, die ich selber davon habe, was passieren soll, meist sehr schnell übern Haufen geworfen wird. Es sei denn ich halte zu stark daran fest, dann will es nicht fließen und die Arbeit wird zäh, als sei man in ein altes Kaugummi getreten.

Die ganze Zeit meinte ich, ich solle mit Ton arbeiten. Aber das wollte nicht passieren. Immerhin vorerst nicht. Die Idee eines Kreises lockte mich, also fing ich an, mit heruntergefallenen Ästen einen Kreis auf den Boden zu legen. Ich fand noch mehr Äste und legte sie auch auf den Kreis.

Einer der Vorzüge der AGA war, das es einige Kunststudenten gab die uns geladenen Künstlern assistieren sollten. Es ist wirklich ein Segen, einen Assistent zu haben, noch dazu jemanden, der enthusiastisch, fleißig, neugierig und offen ist. Allerdings wusste ich immer noch nicht was genau ich machen sollte und Silue, mein Assistent, wollte natürlich gerne etwas tun. Nachdem ich ihn einige Male gesagt habe, er solle einfach noch warten, bekam ich ein schlechtes Gewissen. Ich musste ihm eine Aufgabe geben. Also bat ich ihn, mir erst einmal noch Äste zu suchen.

Circle of Life (Imke Rust)

So entstand langsam ein nestähnlicher Kreis. Während ich immer mehr Äste einbaute, merkte ich, das der Kreis zwischen den Wurzeln zweier großen Bäumen war. Außerdem stand ein kleiner Baum am sich entwickelnden Eingang zu dem Kreis oder Nest. Und mir wurde klar, dass einer der großen, starken Bäume eigentlich tot war.  

So wie die Wände des Kreises wuchsen, verstand ich die Verbindung zum Leben: wir werden geboren (kleiner Baum), wachsen auf (großer Baum) und irgendwann sterben wir (zweiter großer, toter Baum). Dieser Kreislauf wiederholt sich unendlich. So bekam die Arbeit ihren Titel: Kreis des Lebens.

Nach vollendeter Arbeit fiel mir noch etwas auf. Während den zwei Tagen, in denen diese Arbeit entstand, fühlte ich mich immer mehr zuhause und wohl in dem Wald. Es war, als ob der Wald mich eingeladen hat, ihn als ein freundliches Zuhause zu erkennen, indem er mich dazu anhielt diese nestartige Struktur und einen schützenden Kreis um mich zu bauen.

Es war, als wollte er mir sagen: „Nun bist du auch im Regenwald zuhause. Solange du Achtsam bist, erkennst du dich als Teil der Natur und bist sicher und beschützt. Genauso brauche auch ich deinen Schutz und Hilfe diese Botschaft mit anderen zu teilen.

Kreis des Lebens von Imke Rust im Banco Regenwald, Abidjan. Für die Abidjan Green Art Biennale, 2019.

Hier sind weitere meiner Arbeiten die während der Abidjan Green Art Biennale entstanden sind zu sehen.

Participating in the Abidjan Green Arts Biennale, 2019

Imke Rust at work in the Banco forest, Abidjan. ©Gaël Gellé and Cyrille Kouassi for Abidjan Green

(German version below)

Recently I had the honour to take part in the first Abidjan Green Art Biennale. Only twelve international artists have been invited to participate in the two-week event in the Cote d’Ivoire, which took place between the 25th of November and the 10th of December.
 
The artists were invited to create new artworks in the Parc National du Banco, one of the last primary rainforest in the country. The works should raise awareness about the danger of deforestation and the necessity to protect the environment. Banco is unique, as it is a protected area of about 3500 hectare in the middle of the coastal city of Abidjan.
 
An exciting prerequisite of the AGA Biennale is, that the artists were only allowed to make use of materials, which they found on site to create their works. If they needed any additional material, it had to be natural and biodegradable. They were also not allowed to cut or damage any living trees to create their works.
 
As a multidisciplinary artist I am known for my artworks created in and with nature. Already in 2012 I have started to raise awareness about environmental issues in Namibia with my art project and exhibition ‘An Infinite Scream’, commenting on the dangers of the ever-increasing uranium mining and plans for marine phosphate extraction.
 
For the Abidjan Green Art Biennale I have produced four new artworks. One work is a huge nest made of branches, titled the Circle of Life. The second work is made of bamboo, branches, and a natural paint made of talcum powder and cooking oil, it is called ‘The Seven Gates of the Rainsnake’. While the third work, The Passage, is made with clay on a dead tree trunk. The fourth ‘Magical Rain Collector’ is a less obvious object made of Bamboo and local seeds – and used in a performance
 
The initiator of the AGA 2019, Jems Koko Bi, famous Ivorian sculptor, commented that the new artworks are a welcome and poetic tribute to the forest. All works are ephemeral and will sooner or later return to nature.

You can find an overview of my artworks created at the Abidjan Green Arts Biennale HERE.

Who else participated or was involved?
Jems Koko Bi (Ivorian sculptor and initiator and organisor)
Ute Ritschel (Curator – Germany)
Ousseynou Wade (Curator – Senegal)
Artists: Elena Redaelli (Italy), Ri-Lee Eung Woo (South Korea), Karin van der Molen (Netherlands), Ernest Daetwyler (Canada), Soly Cissé (Senegal), Franck Abd-Bakar Fanny (Coté d’Ivoire), Nathalie Vairac (Performer, France / Senegal), Adama Adepoju Dit <Taxi Conteur> (Storyteller, Coté d’Ivoire), Joseph Baffrou Dit Bee Jo (Slam poet, Coté d’Ivoire) and Sow Souleymane (Comedian, Coté d’Ivoire)

Detail of ‘The Seven Gates of the Rainsnake’ by Imke Rust

(Deutsch)

Vor Kurzem hatte ich die Ehre an der ersten Abidjan Green Arts Biennale teilzunehmen, die zwischen dem 25. November und 10. Dezember in der der Elfenbeinküste stattfand.

Aus aller Welt wurden 12 Künstler ausgewählt, in einem geschützten Regenwald in Abidjan Kunstwerke zu produzieren. Diese Arbeiten sollen auf die Bedrohung der Regenwälder durch Abholzung und die Wichtigkeit des Umweltschutz aufmerksam machen. Der Parc National du Banco ist ein etwa 3500 Hektar großer, streng geschützter Urwald mitten in der Meteropole Abidjan. Hier wurden die Künstler kreativ. 

 
Mir liegen solche Projekte sehr am Herzen und ich bin inzwischen ja auch schon bekannt dafür, dass ich mich mit meiner Naturkunst immer wieder gerne für den Schutz der Natur einsetzte. Gleich vier Arbeiten produzierte ich direkt vor Ort.  
 
Die spannende Voraussetzung der AGA Biennale ist, das die Künstler nur Materialien die sie vor Ort finden oder natürliche, biologisch abbaubare Materialien in kleinen Mengen gebrauchen dürfen, um ihre Arbeiten zu produzieren. 
Ausserdem durften auch keine Bäume gefällt werden oder oder die natürliche Umgebung sonst irgendwie zerstört werden. 
 
Der Initiator, Jems Koko Bi, ein international bekannter Bildhauer aus der Elfenbeinküste, nannte die entstandenen Werke eine poetische Bereicherung für den Wald. Alle Werke sind vergänglich und werden nach und nach wieder Teil der Umgebung werden.” 

HIER findest du einen Überblick von meinen Arbeiten die bei der Abidjan Green Arts Biennale entstanden sind.

Visitors in my artwork ‘Circle of Life’: (from left) Jems Koko Bi – artist and initiator of the AGA Biennale, unknown, me,  the Italian Ambassador H.E. Stefano Lo Savio, the Swiss Ambassador H.E. Anne Lugon-Moulin, artist Karin van der Molen, (not visible) the Spanish ambassador H.E. Ricardo López-Aranda Jagu, the Italian ambassador’s wife Valeria Lo Savio and artist Elena Redaelli)

Some Press Links:

Ivory Coast: carving in the forest to protect it (France 24, 10.12.2019)

Abidjan (AFP) Ephemeral carvings of international artists in the middle of the rainforest is the challenge of the first biennial Green Arts which has invested the Banco National Park in Abidjan.

“Deciphering the forest instead of clearing it.The idea is to create, while sensitizing to the protection of the environment,” says the artistic director of the event, the famous Ivorian sculptor Jems Koko Bi, who played with his relationships to attract fellow sculptors from all over the world for a 12-day residency: Senegal, Canada, South Korea, Namibia, Italy, the Netherlands … (…)

Enabling Art in Challenging Environments

C& (Contemporary&) By Cédric Vincent, 18. December 2019

In Conversation with Illa Donwahi
In just over ten years Illa Donwahi has transformed her family home in Abidjan into a space dedicated to an ambitious artistic, cultural, and educational project. With C& she talks about the launch of her artistic complex in the midst of Côte d’Ivoire’s political and social crisis in 2008. (…)

Upcoming: Zusammen Wachsen – group exhibition in Berlin!

BERLIN!!! (for english, please scroll down)

Zusammen Wachsen – Perspektiven namibischer Kunst

Das Projekt wird in Zusammenarbeit der kommunalen Galerie und der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e. V. (DNG) realisiert. Einer breiteren Öffentlichkeit werden die namibischen Künstler*innen Imke Rust, Kirsten Wechslberger, Shiya Karuseb sowie Xenia Ivanoff-Erb vorgestellt und deren zeitgenössische Arbeiten präsentiert. Die ausgestellten Werke reichen von Malerei und Zeichnung über Mixedmedia und Grafik bis hin zu Fotografie und dreidimensionalen Objekten. Das gemeinsam gewählte Thema ZUSAMMEN WACHSEN ist verbindendes Element. Zugleich wird es aber auch sehr unterschiedliche interpretiert und gedeutet.

Alle Künstler werden anwesend sein. Wir freuen uns, euch zur Eröffnung persönlich willkommen heissen zu können.

Eröffnung: 28 Juni 2019 um 19.00 Uhr

Es laden ein: Michael Grunst, Bezirksbürgermeister, Dr Catrin Gocksch, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur und Katrin Krüger, Leiterin des Kulturhauses Karlshorst.

Begrüßung: Jürgen Becker, Kurator der Ausstellung und Mitglied im Vorstand der DNG
Eröffnungsrede: Egon Kochanke, Botschafter a.D.

Ausstellungszeitraum: 29. Juni bis 25. August 2019

Info über mich und meine Werke die gezeigt werden:

Imke Rust, geboren 1975 in Windhoek, lebt in Oranienburg bei Berlin und Swakopmund in Namibia.  Ich bin eine namibisch-deutsche Land Art und multimediale Künstlerin, aufgewachsen in der Wüste Namibias. Seit einigen Jahren pendele ich zwischen meiner Heimat und Deutschland, zwischen Wüste und Wald.   In meinen Arbeiten befasse ich mich mit Fragen meiner eigenen Identität und Migration, Verwurzelung, Entwurzelung und Anpassung. Als namibische Nachfahrin deutscher Auswanderer in 5ter Generation versuche ich nun in meiner neuen Wahlheimat Oberhavel nahe Berlin neue Wurzeln zu schlagen.   Geprägt vom dornigen Buschland und der kargen, trockenen Wüste verspüre ich eine besondere Nähe zur Natur. Welche Wurzeln muss ich kappen, welche neuen Äste oder Stämme wachsen lassen um hier im moosbedeckten Wald zu überleben? Was will und kann zusammen wachsen und neu entstehen? Wie ändern sich Form und Identität in diesem neuen Umfeld?   An der Universität von Südafrika absolvierte ich den ‚BA Degree in Visual Art’ und bin zweimalige Gewinnerin des wichtigsten Kunstpreis Namibias, der Standard Bank Namibia Biennale. In zahlreichen Solo und Gruppenausstellungen wurden Arbeiten von mir weltweit ausgestellt. Über ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) kam ich 2006 das erste Mal nach Berlin.

Imke Rust, geboren 1975 in Windhoek, lebt in Oranienburg bei Berlin und Swakopmund in Namibia. Ich bin eine namibisch-deutsche Land Art und multimediale Künstlerin, aufgewachsen in der Wüste Namibias. Seit einigen Jahren pendele ich zwischen meiner Heimat und Deutschland, zwischen Wüste und Wald. In meinen Arbeiten befasse ich mich mit Fragen meiner eigenen Identität und Migration, Verwurzelung, Entwurzelung und Anpassung. Als namibische Nachfahrin deutscher Auswanderer in 5ter Generation versuche ich nun in meiner neuen Wahlheimat Oberhavel nahe Berlin neue Wurzeln zu schlagen. Geprägt vom dornigen Buschland und der kargen, trockenen Wüste verspüre ich eine besondere Nähe zur Natur. Welche Wurzeln muss ich kappen, welche neuen Äste oder Stämme wachsen lassen um hier im moosbedeckten Wald zu überleben? Was will und kann zusammen wachsen und neu entstehen? Wie ändern sich Form und Identität in diesem neuen Umfeld? An der Universität von Südafrika absolvierte ich den ‚BA Degree in Visual Art’ und bin zweimalige Gewinnerin des wichtigsten Kunstpreis Namibias, der Standard Bank Namibia Biennale. In zahlreichen Solo und Gruppenausstellungen wurden Arbeiten von mir weltweit ausgestellt. Über ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) kam ich 2006 das erste Mal nach Berlin.

English:

Save the date! 28th of June we celebrate the opening of our group exhibition ‘Zusammen Wachsen’ at the Kulturhaus Karlshorst.

4 Namibian artists are presenting new and exciting art. I am honoured to show my works alongside my esteemed fellow artists: Shiya Karuseb, Kirsten Wechslberger and Xenia Ivanoff-Erb.

The project is organized by the Deutsch-Namibische Gesellschaft e. V. (DNG) together with the communal gallery Kulturhaus Karlshorst, to present contemporary Namibian art by the four artists. The selected works range from mixedmedia works, different printing techniques and photography to installations.

The subject ‘Growing Together’ was choosen by the group of artists. While this theme is the red thread through the exhibition, each artist has created their personal and unique interpretation thereof.

Come and join us for the opening! I am looking forward to connecting with you in person.

Opening: 28 June 2019 at 19:00

You are invited by: Michael Grunst, Bezirksbürgermeister, Dr Catrin Gocksch, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur und Katrin Krüger, Leiterin des Kulturhauses Karlshorst.

Welcoming words by  Jürgen Becker, curator of the exhibition and member of the board of the DNG
Opening speech by: Egon Kochanke, Botschafter a.D.

Duration of the exhibition: 29. Juni bis 25. August 2019

Curious about what works I will be showing?

I am presenting a brand-new series of mixed-media works. Through them I explore questions of my identity, migration, growing new roots, rootedness and being up-rooted.  As a 5th generation descendant of German colonial immigrants to Namibia, I have now choosen to create a new home for myself in Oberhavel county, just north of Berlin.

Having grown up in a thorny Namibian bush and dry, barren desert landscape I have always been very connected to the nature around me. Now I have to cut my roots and grow in new ways to survive and adapt to the moss-covered forests of my new home. How do the physical, natural surroundings shape and influence one’s identity?

Come and have a look at my take on it. And what all the other artist have created to the theme of growing together.

(Graphic Design of the first two immages by Xenia Ivanoff-Erb)

 

Namibian Video Art in Korea

Still image of 'Toxic Water' video artwork by Imke Rust

Still image of ‘Toxic Water’ video artwork by Imke Rust

How awesome is that? My video work has been selected for the Geumgang Nature Art Biennale 2016 (Video exhibition)!

I am so excited that ‘Toxic Water’ is currently shown in the Republik of Korea till the end of November 2016. If you happen to be around that part of the world, go and have a look!

You can find more information on the webpage of the Geumgang Nature Art Biennale 2016 .

My apologies for the having been pretty quiet in the past few months and now sending you some updates in a shorter time. I have planned another über-exciting one for Monday, so please bear with me. Things have been hectic and difficult on many fronts, but much has also led up to all the exciting prospects happening in my career at the moment.

I am so grateful for your continued interest and support and did not want you to miss out on this news. 🙂

Geumgang Nature Art Biennale - Invitation

Geumgang Nature Art Biennale – Invitation

Here are some behind-the-scenes images from the making of the video art work. Please click on the images to see a larger version:

Weird Sense of Humor

I have a love-hate relationship with Facebook…

… and especially with the inspirational or funny picture-texts that so many people love to share like hot-cake. If they are good, I am equally guilty. Although sometimes they are just getting too much, I usually enjoy the beautifully packaged bite-size pieces of wisdom.

You do not need to read the book, or hear a long story to get the message. And it is usually short and sweet to easily stick in your mind. Makes you smile, makes you nod, share and move on. And the good ones stick in your mind like those neo-coloured post-it notes. I guess the power lies in the combination of image and word, and being short and sweet.

So, that’s a longish intro to letting you know, (drumroll, please 🙂 ) that I have decided to occasionally follow suit by creating my own. Sharing some fun, spiritual, art or other Imke-wisdom…

I know, it is probably not considered to be professional to do such things and even less to publically share them on my artist blog, but – you know what? – I do not really care anymore. I’d rather have fun and be true to my inner soul, than to fit in with social conventions. (I have tried that – it was boring and too often I failed miserably at it…)

Besides finally being able to share bite-sized bits of my mind, I also get to make use of the tons of photographs I take, which too often just end up unseen in some dark corners of dusty folders somewhere in the digital space of my computer.

So here it goes:

I have a weird sense of humor. It keeps my mind wonderfully entertained without you even noticing. (Imke Rust)

I have a weird sense of humor. It keeps my mind wonderfully entertained without you even noticing. (Imke Rust)

Enjoy! And if you enjoy my sense of humour, feel free to like, comment or share this!

Imke

A rare chance to view my older works in Windhoek

IRust_UNAM exhibition invite

 

If you are in Windhoek and would like to see some of my artworks (older ones – but some I am sure you have not seen yet) try to make a turn at the University of Namibia Campus – Visual Arts Department, where a selection is currently on view!

It is not an official exhibition, so there has not been a special opening function etc. but was meant to introduce the UNAM students to my work. Fortunately the exhibition is open during normal university hours for the public, too.

Should you be interested in buying any of the works, please contact me, so that I can give you the prices and details. (Not all works are for sale, but most of them).

I hope you enjoy seeing this exciting mix of my older work!

Venue: UNAM Visual Arts Department
Dates: 3 September to 12 October 2012
Opening Times: 8h30 – 16h30
Monday to Friday

Curled-up Woman

IRust_Curled Up Woman

Curled Up Woman (Ink on paper, A2) (c) Imke Rust

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Today I am sharing a new drawing of mine with you. I am busy with writing of applications and organizing to have an exhibition at the end of the year in Namibia, so I do not have time to write a long blog. Hope you enjoy the picture instead 🙂

I don’t jog…

I dont jog

My Kitchen. Photograph by Jutta Dobler, artwork (Stencil on aluminium) by ImkeRust)

I don’t jog…

Ok, the secret is out. See. Now you know it. And also the reason why…

And if you are curious to get some more visual insights into my artist’s life  read on and make sure you get to see the rest of the photos.

After being presented the “Liebster Blog” award by fellow blogger Jutta Dobler from the amazing “Organized Living Solutions” blog we decided to meet up again for a coffee (and some of the birthday cake my mom baked me. Honestly, she makes the most delicious Quark Stollen – a German Christmas cake – and because I love it so much, she bakes me an extra big one for my birthday every year, too…) Jutta, who is a photographer by profession, brought along her camera and snapped away in and around my house, which is also from where I work, when I am in Windhoek.

Last year I have shared with you an incredible 360degree view of my Berlin Studio, done by Reinhard Schubert of King Panorama, and now you can see some amazing photographs of selected details of my Windhoek studio and home by Jutta Dobler on her blog. You might also just want to browse around the rest of her blog, as it is a beautiful, lighthearted and fun blog, filled with easy DIY creative ideas, delicious recipes and beautiful photographs.

Welcome to my world. Go ahead and take a look. Just click here.

imke

Photograph by Jutta Dobler, artwork 'Feet' (Etching) by Imke Rust