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Interview: DIALOG:LINIE (Video)

[English below] Die Linie und die Zeichnung sind zentrale Aspekte meiner interdisciplinären künstlerischen Ausdrucksweise.

Im Sommer 2025 wurde ich eingeladen an einer spannenden Projekt Serie der GEDOK Brandenburg Teil zu nehmen: DIALOG:LINIE.

Den Auftakt bildete eine Mini-Residence: Zwei Tage. Zwei Künstlerinnen. Ein Raum. – in der Adelheid Fuss und ich gemeinsam das Thema ‘Zeichnung und Raum’ erforschen konnten. Im Anschluss gab es dazu eine Ausstellung der entstandenen Arbeiten und Prozesse.

Ich freue mich, dass es nun ein Video gibt von einem Interview mit Adelheid Fuss und mir, in dem wir über das Projekt und unsere Erfahrungen reden.

Zusätzlich teile ich hier unter dem Video auch noch weitere Gedanken von mir zu dem Thema, die ich mir für das Künstlerinnengespräch zur Eröffnung mit Kaj Osteroth notiert hatte.

Das Interview mit Adelheid Fuss und Imke Rust führte Kaj Osteroth im Ausstellungsraum der Galerie Kunstflügel in Rangsdorf.
Film: Kaj Osteroth und Timothy Speed, 2025.

Vielen Dank an die GEDOK Brandenburg, Kaj Osteroth und Timothy Speed für diesen Film.

Mehr Infos und Bilder zu dem Projekt und der Ausstellung findet ihr HIER.

Interviewfragen zur Eröffnung der Ausstellung

Geführt von Kaj Osteroth

Kaj Osteroth: In einem Interview mit Carola Hartlieb-Kühn sagst du: „Ich benutze die Äste, um einen Fluss zu zeichnen.“ Das klingt nicht nur sehr schön und beinahe poetisch sondern bietet auch einen großzügigen, erweiterten Begriff der Zeichnung. Würdest du zu deinem Begriff der Zeichnung deine Gedanken mit uns teilen?

Imke Rust: Ich arbeite sehr vielseitig und unterschiedlich und habe dann irgendwann festgestellt, dass einer der sprichwörtlichen roten Fäden in meiner Arbeit eigentlich die Linie ist.
Ich denke und sehe in Linien. Vor allem die unsichtbare Linien, die Verbindungen auftun, aber auch Linien die Dinge umschreiben, Klarheit schaffen und durch ihre Präsenz auch auf die Zwischenräume aufmerksam machen.

Die Linie drückt für mich sehr stark Gefühle aus und lenkt unsere Wahrnehmung. Ich liebe die einfache Bleistift Linie oder Zeichnung auf Papier, aber finde es total spannend, sie weiter zu denken: Als dreidimensionale große Linie im Raum oder in der Landschaft, die sehr vergängliche Linie die ein Windhauch zeichnet oder etwa die vielen geistigen Linien die in meinem Kopf entstehen, zwischen Ideen, Gegebenheiten oder unterschiedlichen Themen.

Kaj Osteroth: Du bist Beobachterin und Teil eines großen Ganzen. Wolken, Termiten, Systeme und Strukturen werden zu Bild, zu Kunst. Viele dieser Aspekte sind auch hier in der gemeinsam entwickelten Installation wiederzuerkennen. Wie sieht bei dir eine Annäherung an einen neuen Raum aus?

Imke Rust: Ich neige wirklich dazu immer gerne das große Ganze zu denken. Wenn ich also einen neuen Raum oder Projekt begegne, versuche ich die Gegebenheiten zu überblicken und mich dann drauf einzulassen, welche Linien – also Verbindungen – entstehen wollen.

Zwischen allen Ideen, all den schon bestehenden Arbeiten, den Räumen und in diesem Fall die Verbindungen zu den Arbeiten und dem Dialog von und mit Adelheid Fuss.

Ich fange meist mit einer Idee an oder einem Aspekt der mich grade besonders anspricht und verfolge, welche Linien sich bilden wollen. Dabei arbeite ich sehr intuitiv und offen, aber am Ende ist es wichtig, dass in meinem Gefühl jede Linie und jede Verbindung stimmt. Nicht nur die offensichtlichen, sondern auch die auf den Meta-ebenen.

Viele anfängliche Linien werden dann auch wieder fallengelassen oder geändert, aber sie waren wichtig um mich in eine gewisse Richtung zu führen.

Kaj Osteroth: Bei der Begegnung vor Ort während eures gemeinsamen Prozess hatte ich den Eindruck, dass die Linie, also das Weitertreiben und Verlängern eines simplen Strichs, die Zeichnung, euch auch als Verortung dient. Gedanken vorantreiben, Grenzen abstecken, nicht notwendigerweise gegeneinander, sondern miteinander. War die Linie, die Zeichnung mit ihrem Potential Gegenstand eurer Diskussion, des Dialogs?

Imke Rust: Ja, auf jeden Fall. Der Dialog hinter den Kulissen und auch neben der eigentlichen Arbeit war unheimlich spannend, wertvoll und ergiebig. Viel mehr, als was vielleicht am Ende in der Ausstellung wirklich zu sehen ist.

Kaj Osteroth: Was habt ihr jeweils mitgebracht in diese Räume und den gemeinsamen Dialog? Und könntet ihr sagen, dass nicht nur das gemeinsame vor Ort sein und der Austausch, sondern auch das Medium, also die Zeichnung auf Papier oder im Raum, so wie du es begreifst, Einfluss auf eure Auseinandersetzung hatte? Möglichkeiten eröffnet hat, vielleicht gerade weil sie so vielfältig, flüchtig und einfach ist?

Imke Rust: Wir kannten uns vorher nicht, aber haben schon versucht ein wenig auszuloten welche Zeichnungen und mögliche Ideen jede von uns hat, die wir mitbringen können, als Grundlage um den Dialog zu starten, und auch weil die Zeit ja sehr knapp war. Schon da hat sich die Linie und Zeichnung als sehr zentraler Aspekt aufgetan. Auch die Parallelen, das wir beide neben unserem Interesse an der Linie, auch ein Interesse für Figuren und Verbindungen haben. Oder auch die Spannung zwischen dem figürlichen und Abstrakten, dem geplanten und dem Zufall in der Linie.

Exhibition View Dialog:Linie #1 Imke Rust

ENGLISH

Drawing and the line are central aspects of my multifaceted artistic expression.

In the summer of 2025, I was invited to take part in an exciting project series organised by GEDOK Brandenburg: DIALOG:LINIE.

It kicked off with a mini-residency: Two days. Two artists. One room. during which Adelheid Fuss and I explored the idea of ‘Drawing and Space’.
This was followed by an exhibition of the resulting works.

Now I am happy to share a video of an interview with Adelheid Fuss and me in which we talk about the project, its processes and our experiences.

In addition, I am also sharing my thoughts that I had noted down for the artist talk with Kaj Osteroth at the opening.

Find more info, videos and images of this project HERE.

Interview questions for the opening of the exhibition

Conducted by Kaj Osteroth

Kaj Osteroth: In an interview with Carola Hartlieb-Kühn, you say: ‘I use the branches to draw a river.’ Not only does this sound very beautiful and almost poetic, it also offers a generous, expanded concept of drawing. Would you share your thoughts on your concept of drawing with us?

Imke Rust: My work is very diverse and varied, and at some point I realised that one of the proverbial common threads in my work is actually the line.
I think and see in lines. Especially invisible lines that open up connections, but also lines that describe things, create clarity and, through their presence, draw attention to the spaces in between.

For me, lines are powerful in expressing emotions and guide our perception. I love simple pencil lines or drawings on paper, but I find it really exciting to take them further: as large three-dimensional lines in space or in the landscape, the very transient lines drawn by a breath of wind, or the many mental lines that arise in my head, between ideas, circumstances or different topics.

Kaj Osteroth: You are an observer and part of a larger whole. For you clouds, termites, systems and structures become images, become art. Many of these aspects can also be recognised here in the jointly developed installation. How do you approach a new space?

Imke Rust: I really tend to always think about the big picture first. So when I encounter a new space or project, I try to get an overview of the circumstances and then let myself get involved in whatever lines – i.e. connections – want to emerge.

Between all the ideas, all the existing works, the spaces and, in this case, the connections to the works and the dialogue by and with Adelheid Fuss.

I usually start with an idea or an aspect that particularly appeals to me and follow the lines that want to form. I work very intuitively and openly, but in the end it’s important that every line and every connection feels right to me. Not just the obvious ones, but also those on the meta-levels.

Many initial lines are then discarded or changed, but they were important in guiding me in a certain direction.

Kaj Osteroth: When we met on site during your joint process, I had the impression that the line, i.e. the continuation and extension of a simple stroke, the drawing, also serves as a means of orientation for you. Driving thoughts forward, setting boundaries, not necessarily against each other, but with each other. Was the line, the drawing with its potential, the subject of your discussion, of your dialogue?

Imke Rust: Yes, definitely. The dialogue behind the scenes and also alongside the actual work was incredibly exciting, valuable and productive. Much more so than what might actually be seen in the exhibition that came from it.

Kaj Osteroth: What did each of you bring to these rooms and to the joint dialogue? And would you say that not only being together on site and the exchange, but also the medium, i.e. drawing on paper or in space, as you understand it, had an influence on your discussion? Did it open up possibilities, perhaps precisely because it is so diverse, fleeting and simple?

Imke Rust: We didn’t know each other before, but we tried to explore a little bit what drawings and possible ideas each of us had that we could bring with us as a basis for starting the dialogue, and also because time was very limited. Even then, line and drawing emerged as the central aspect. Also the parallels in the interests that we both have in figures and connections in addition to our interest in the line. Or the tension between the figurative and the abstract, the planned and the random in drawing.

Dialog:Linie #2 – Zeichnung und Resonanz

English below


Eröffnung 28. September 2025 · 15 Uhr · GEDOK Brandenburg

Ihr seid herzlich zur Eröffnung der Gruppenausstellung „Dialog:Linie #2 – Zeichnung und Resonanz“ eingeladen. Nach dem ersten Teil des Projekts (Dialog:Linie #1), bei dem Adelheid Fuss und ich die Räume in einer zweitägigen Residenz zeichnerisch bespielt haben, öffnet nun die zweite Etappe den Dialog weiter – mit sechs Künstlerinnen, die Zeichnung als Resonanzraum verstehen und auf ihre je eigene Weise weiterentwickeln.

Ich zeige Arbeiten aus meiner Serie „Vanitas Mosquito – Jägerin wider Willen“, die den stillen Kampf eines Sommers mit Mücken in poetische und kuriose Bilder von Nähe, Abwehr und Verbundenheit verwandeln. Ergänzend präsentiere ich die Kohlezeichnung „Wildfang“, ein Bild von kindlicher Ursprünglichkeit, Freiheit und ungebändigter Lebenskraft.


Außerdem sind wieder meine Fotoarbeiten „Eine goldene und schwarze Linie zeichnen (Stehend)“ zu sehen: Wer sie in der ersten Ausstellung verpasst hat, hat nun die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Die beiden Panoramabilder dokumentieren eine performative Zeichnung in der Wüste – geschaffen mit Körper, Wind, Schatten und einer goldenen Rettungsdecke. Eine Zeichnung, die nur für einen Augenblick existierte und einzig durch die Fotografie bewahrt wurde.

In meiner Arbeit versuche ich immer wieder, neue und experimentelle Wege in der Zeichnung zu gehen – sei es durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien wie Mückenkörpern oder eigenem Blut, sei es durch zeitlich flüchtige Interventionen in der Landschaft. So erweitere und hinterfrage ich das Verständnis von Zeichnung und Linie, erkunde unkonventionelle Wege und erspüre unerwartete Korrespondenzen und Resonanzen. Umso mehr freue ich mich, solche Arbeiten nun in diesem Rahmen zeigen zu können.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 28. September 2025 um 15 Uhr in der GEDOK Brandenburg statt. Es gibt ein moderiertes Künstler:innengespräch mit allen Beteiligten und im Anschluss freue ich mich auf einen direkten Austausch mit euch!

Die Einladung ist leider sehr kurzfristig, trotzdem hoffe ich, das der/die eine oder andere doch Zeit und Lust hat, zur Eröffnung dieser spannenden Ausstellung zu kommen!

Weitere Infos…

Galerie KUNSTFLÜGEL Seebadallee 45, 15834 Rangsdorf
Telefon: 033708 – 70733 oder 0163-2568234Bitte beachtet die neuen Öffnungszeiten: Do+So 14-18 Uhr, oder nach Vereinbarung.

🇬🇧 English

You are invited to the opening of the group exhibition “Dialog:Linie #2 – Drawing and Resonance.”
After the first part of the project (Dialog:Linie #1), in which Adelheid Fuss and I explored the spaces through drawing during a two-day residency, this second stage now broadens the dialogue – with six artists who understand drawing as a field of resonance and develop it further in their own distinctive ways.

I will be presenting works from my series “Vanitas Mosquito – A Reluctant Huntress” which transform the quiet struggle of a mosquito-filled summer into poetic and curious images of intimacy, resistance, and connection. Alongside them, I am showing the charcoal drawing “Wildfang,” a portrait of childhood’s raw vitality, freedom, and untamed life force.

Also on view once more are my photographic works “Drawing a Golden and Black Line (Standing).” For those who missed them in the first exhibition, this is another chance to encounter them. These two panoramic images document a performative drawing in the desert – created with body, wind, shadow, and a golden emergency blanket. A drawing that existed only for a fleeting moment and is preserved solely through photography.

In my practice, I continuously seek new and experimental approaches to drawing – whether through the use of unusual materials such as mosquito bodies or my own blood, or through ephemeral interventions in the landscape. In doing so, I aim to expand and question the very notion of drawing and line, exploring unconventional paths and sensing unexpected correspondences and resonances. I am all the more pleased to present such works within this context.

The opening will take place on Sunday, September 28, 2025, at 3 p.m. at GEDOK Brandenburg. A moderated artists’ talk with all participants will follow, and afterwards I look forward to an informal exchange with you.

Although this invitation comes at short notice, I hope that some of you will find the time and desire to join us for the opening of this exciting exhibition!


Und noch eine ungewöhnliche Mini-Solo-Ausstellung in der Galerie am Rosenbogen in Oranienburg:

Noch zu sehen bis zum 21. Oktober 2025. Da sich das Bild mit dem Nashorn grad verkauft hat, könnt ihr euch überraschen lassen, welches neue Bild an seiner Stelle ausgestellt wird. 

Die kleine Galerie am Rosenbogen von Maren Haubner befindet sich in Oranienburg am Ufer des Havelkanals. Einfach an der Dropebrücke runter an die Havel gehen und dann bis Havelhausen sehr idyllisch am Wasser entlang spazieren. Gerade im Herbst ein wunderschöner Weg! 


Treffen und Dialog in der Galerie (Rangsdorf)

Dialog:Linie #1 – Vom Impuls zur Zeichnung
13.07.–17.08.2025

Die Ausstellung Dialog:Linie #1 von Adelheid Fuss und mir ist in vollem Gange und wir haben wunderbare Rückmeldungen dazu erhalten.

Wenn ihr die Eröffnung verpasst habt, könnt ihr die Ausstellung noch bis zum 17. August Donnerstags oder Sonntags besuchen.

Galerie KUNSTFLÜGEL, Seebadallee 45, 15834 Rangsdorf
Telefon: 033708 – 70733 oder 0163-2568234
Bitte beachtet die neuen Öffnungszeiten: Do+So 14-18 Uhr, oder nach
Vereinbarung mit der GEDOK Brandenburg.


Eine besondere Einladung für
euch:

Am 10. August (zwischen 14:00 -18:00 Uhr) werde ich selbst in der Galerie sein.

Wenn ihr den Besuch auch nutzen möchten, um mich zu treffen, Fragen zu stellen oder eine persönliche Führung zu bekommen, wäre das eine gute Gelegenheit.

Am letzten Tag der Ausstellung (17.August) werden sowohl Adelheid als auch ich zwischen 16:00 und 18:00 Uhr anwesend sein. Adelheid schon ab 14Uhr.

Wir freuen uns, euch dort zu treffen und in den Dialog zu kommen!!

English:
The exhibition Dialog:Linie #1 by Adelheid Fuss and myself is in full swing and we have received wonderful feedback about it. If you missed the opening, you can still see the exhibitions on Thursdays or Sundays until the 17th of August.

A special invitation to you:
On the 10th of August (between 14:00 -18:00) I will be at the gallery myself. If you like to use the visit to also meet me, ask questions or get a personal tour this would be a perfect opportunity. On the last day of the exhibtion (17. August) both Adelheid and me will be present between 16:00 and 18:00.

Und hier ist ein Link zu einem kurzen Video zur Entstehung einer unserer gemeinsamen Arbeiten in der Ausstellung:

Dialog Spuren 2025 (Video 1,44min)
Performative Zeichnung mit Fussspuren aus Kaffee auf einem Kreis aus Packpapier (Ø 3,20 m).
Gemeinsame Aktion der Künstlerinnen Imke Rust und Adelheid Fuss zum Abschluss der zweitägigen Residenz Dialog:Linie. 

Inspiriert von Imke Rusts Arbeit Tracing Lines sowie dem Buch ‘Das Leben der Linien’ von Tim Ingold (Kapitel: Gehen und Zeichnen). „Damit ein Weg auf dem Boden als eine durchgehende Linie erscheint, muss er viele Male oder von vielen Menschen gegangen werden.“ Tim Ingold 

Die Residenz war ein Projekt der GEDOK Brandenburg unter der künstlerischen Leitung von Kaj Osteroth

Dialog Spuren 2025 (Video 1,44min)
Performative drawing, footprints with coffee on a circle of brown paper (Ø 3.20 m).

Collaborative artwork by Imke Rust and Adelheid Fuss at the end of the two-day residency Dialogue:Line. 

Inspired by Imke Rust’s work Tracing Lines and the book “The Life of Lines” by Tim Ingold. ‘For a path to appear as a continuous line on the ground, it must be walked many times or by many people.’ (Tim Ingold: Life of Lines, Chapter: Walking and Drawing)

The residency was a project by GEDOK Brandenburg under the artistic direction of Kaj Osteroth

Kleine Werke von Adelheid Fuss (Monochrome) und mir (bunt) in der Ausstellung. Foto @Adelheid Fuss

Auf meinem Instagram Account gibt es weitere Einblicke in die Ausstellung!

“Acht Frauen” Ausstellung Birkenwerder

Heike Adner • Carolina Amaya • Gudrun Fischer-Bomert • Annette Frick • Kathrin Karras • Imke Rust • Ila Wingen • Karla Woisnitza (INGARTAN) •

Zeitraum

Sonntag, 02. März 2025, 16.00 Uhr

Eröffnung

02. März 2025 bis 05. April 2025

Die Ausstellung „ACHT FRAUEN“ ist eine Hommage an die schöpferische Kraft und den Mut von Frauen, die in der Kunst ihre Stimme und Ausdruckskraft gefunden haben.
Sie spiegelt das Motto „Trotz(t)dem!“ der 35. Brandenburgischen Frauenwochen wider und schafft einen inspirierenden Raum für Reflexion, Dialog und kreative Entfaltung.

Am Sonntag, 2. März 2025, um 16 Uhr
laden wir herzlich zur Vernissage

„ACHT FRAUEN“


| Begrüßung: Projektteam*)
| Eröffnungsrede: Julia Effinger
Kulturwissenschaftlerin, Leiterin des Fachbereichs Marketing der Stadt Hohen Neuendorf

Zeitraum: 2. März bis 5. April 2025

*) Kirstin Rabe, Katarzyna Sekulla, Stephanie Tuschinski, Susanne Zinser

Begleitprogramm zum Projekt ACHT FRAUEN:

| Samstag, 15. März 2025, 16 Uhr
Künstlerinnengespräch und Diskussionsrunde
trotz(!)dem – Frauen in der Kunst

Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen, mit denen Frauen in der Kunstwelt konfrontiert sind. Thematisiert werden Fragen nach Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und den individuellen Wegen. Wie behaupten sich Künstlerinnen heute – trotz und gerade wegen der Hindernisse?
Gast: Eva Hübner, Leiterin der Inselgalerie Berlin, Verein Berliner Fraueninitiative Xanthippe e.V.
Moderation: Ila Wingen, Künstlerin, Kuratorin

| Samstag, 22. März 2025, 12 Uhr bis 16 Uhr
Kreativ-Workshop: EXPERIMENTING WITH COLOR AND EMOTIONS

Wir tauchen in die Psychologie der Farben ein und entdecken ihre transformative Kraft. Durch interaktive Übungen, meditative Praktiken und kreative Aktivitäten werden
emotionale Resonanzen verschiedener Farbtöne erspürt und Potenziale freigesetzt.
Leitung: Carolina Amaya, Künstlerin
Teilnehmerbeitrag 60 €, inbegriffen Material und Getränke.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Bei Interesse bitten wir um verbindliche Anmeldung, unter kontakt@galerie47-birkenwerder.de


| Samstag, 5. April 2025, 16 Uhr
Finissage der Ausstellung

Unter dem Motto „Let’s Talk & Dance“ verbindet die
Finissage Kunst, Austausch und Musik zu einem leben-
digen Abschluss des Projekts. Die Künstlerinnen sind
anwesend.


Öffnungszeiten: Sa und So | 15–18 Uhr
Kommunale Galerie 47 Birkenwerder e.V.
Hauptstraße 47
16547 Birkenwerder

Ich zeige Arbeiten aus meiner Serie Roots & Branches. Ich freue mich euch bei der Eröffnung, dem Künstlerinnengespräch oder der Finissage wiederzusehen.

temporär verbunden – 10.11.24 Vernissage

Herzliche Einladung zu Ausstellung/Vernissage von

temporär verbunden

Mit den Künstlerinnen Frauke Beeck, Regine Daniels-Stoll, Christine Düwel, Jana Franke, Marianne Gielen, Elli Graetz, Karin Gralki, Christina Köster, Eka Orba, Kaj Osteroth, Annette Paul, Imke Rust, Dorit Trebeljahr, Astrid Weichelt, Alexandra Weidmann, Jana Wilsky

Ausstellungspause: 12.12.2024-5.1.2025
 
Eröffnung I: Sonntag, 10.11.2024, 15 Uhr
Improvisation: Jana Franke (Text, Performance) und Regine Daniels-Stoll (Violoncello)
 
Eröffnung II: Sonntag, 24.11.2024, 15 Uhr
Performance: Annette Paul
 
Kammerkonzert: Freitag, 6.12.2024, 19 Uhr
Regine Daniels-Stoll (Violoncello) und Andreas Kowalewitz (Klavier)
 
“Vor 30 Jahren wurde die GEDOK Brandenburg gegründet. Zum Geburtstag kamen 16 Künstlerinnen in zwei Gruppen auf Schloss Wiepersdorf zum gemeinsamen Arbeiten zusammen. Ab 10.11. zeigen wir Ergebnisse des ersten Aufenthalts, ab 24.11. stoßen die Künstlerinnen der zweiten Runde frisch aus Wiepersdorf dazu.
 
Schloss Wiepersdorf wurde um 1735 erbaut, ab 1814 von Achim von Arnim bewirtschaftet und phasenweise auch von Bettine von Arnim bewohnt, die nicht nur als Herausgeberin und politische Aktivistin bekannt wurde, sondern auch als Schriftstellerin, Zeichnerin und Komponistin.

Nach einigen Wechseln gründete das Land Brandenburg 2019 die Stiftung Schloss Wiepersdorf, die die Anlage als Künstler*innenhaus betreibt. Die Stiftung Schloss Wiepersdorf ermöglicht neben Einzel- und Kooperationsstipendien auch Gruppenaufenthalte, auf die sich die GEDOK Brandenburg für 2024 beworben hat. Statt eines großen Festakts zum 30. Geburtstag mit allem Drumherum ging es darum, das Netzwerk der GEDOK Brandenburg zu stärken und Freiberuflerinnen aus bildender Kunst, Literatur und Musik zusammenzubringen. Im Stipendium treffen Frauen aus verschiedenen Generationen und biografischen Hintergründen aufeinander. Herausgelöst aus dem Alltag widmen sie sich ihren eigenen Werken ebenso wie dem gemeinsamen Schaffen.

In mehreren Vorbereitungsrunden diskutierten die Beteiligten intensiv, wie ein gemeinsames Werk aussehen kann und entschieden sich für eine gemeinsame Bildfolge für die Ausstellung in der Galerie KUNSTFLÜGEL. Einige porträtierten ihre Kolleginnen zusätzlich in Wort, Bild und Performance. Außerdem zeigen die Künstlerinnen in der Ausstellung Werke aus ihrem aktuellen Schaffen, die durch den Aufenthalt inspiriert und ermöglicht wurden.”

Was daraus entstanden ist, seht ihr in der Ausstellung!

Ich freue mich auf eine Begegnung und viele inspirierende Gespräche über die Kunst mit euch bei der Vernissage am 10. November 2024!

ACHTUNG: AUFNAHME! Neue Künstlerinnen der GEDOK Brandenburg 2024

I Could Not Find a Destination (Mixed Media auf Papier) wird unter anderem in der Ausstellung zu sehen sein. ©Imke Rust

In ihrem dreißigsten Jahr begrüßt die GEDOK Brandenburg fünf neue Künstlerinnen als Mitglieder. Vom 26.5.-30.6.2024 stellen Andrea Engelmann, Imke Rust, Asta Volkensfeld und Alexandra Weidmann in der Ausstellung „Achtung: Aufnahme! Neue Künstlerinnen der GEDOK Brandenburg 2024“ ihre Werke vor. Als Schriftstellerin ist Jutta Rosenkranz seit diesem Jahr neu im brandenburgischen Landesverband. 

Zur Eröffnung am Sonntag, 26.5.2024 um 15 Uhr laden wir Sie, Ihre Freund*innen und Bekannten ganz herzlich ein.

GEDOK e.V.
Gemeinschaft der Künstlerinnen und
Kunstfördernden, Gruppe Brandenburg 
Seebadallee 45 
D-15834 Rangsdorf 
Fon 0049-33708-70733

Mobil 0049-163-2568234 
www.gedok-brandenburg.de

Hier etwas Info zu meinen Arbeiten, die in der Ausstellung gezeigt werden:

Geboren und aufgewachsen in Namibia, lebt die multidisziplinäre Künstlerin Imke Rust seit zehn Jahren in Oberhavel, Brandenburg.

In ihrer Arbeit erforscht sie die subtilen Verbindungen zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Mensch, Natur und Kulturen, um ein tieferes Verständnis für die menschliche Rolle in der Welt zu entwickeln. Durch den Einsatz von Linien, Formen, Figuren sowie verschiedenen Materialien und Techniken ertastet und untersucht sie diese Verbindungen und Ahnungen. Ziel ist es, die Herausforderungen der Menschheit besser zu verstehen und unsere Wahrnehmung als integralen Teil der Natur zu schärfen. Ihre multikulturelle Identität spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die hier gezeigten Arbeiten bestehen hauptsächlich aus zwei größeren Werkserien: der “Roots & Branches”-Serie und den Werken, die aus ihrer mehrjährigen Forschung zu Termiten entstanden sind. In der “Roots & Branches”-Serie setzt sie sich mit dem Konzept von Verwurzelung und Wachstum auseinander, indem sie natürliche Materialien und Symboliken verwendet, um die Verbindung zwischen Mensch und Natur darzustellen. Ihre Forschung zu Termiten beleuchtet die komplexen sozialen Strukturen dieser Insekten und welche Lehren wir daraus ableiten können, was sie in ihren Werken durch detailreiche Darstellungen und innovative Techniken thematisiert.

Diese Ausstellung bietet zudem einen kleinen Einblick in ihr vielseitiges Oeuvre, das von traditioneller Zeichnung über Mischtechniken, Fotografie und Installationen bis hin zu Performance- und Videoarbeiten reicht. Besondere Beachtung verdienen ihre Arbeiten mit natürlichen Pigmenten und Materialien, die sie zum Teil aus ihrer Heimat Namibia mitbringt oder vor Ort findet, sowie ihre experimentellen Ansätze, die oft partizipatorische Elemente und ortsspezifische Installationen umfassen.

Ich freue mich auf euern Besuch der Ausstellung, wo ihr neben meiner auch noch die tollen Arbeiten von Asta Volkensfeld, Andrea Engelmann und Alexandra Weidmann bewundern könnt!

Listening to Mountains – Einzelausstellung

Ein intimer Dialog mit Termiten und anderen Naturwesen

(English below)

Sie sind herzlich eingeladen zur Eröffnung meiner Einzelausstellung
Listening to Mountains

am 11.11.2023 um 15Uhr, in der Klosterscheune Zehdenick
Domänenweg 1, 16792 Zehdenick

Zur Eröffnung spricht Dr. phil. Constanze Jaiser.

Dauer der Ausstellung: 12.11.23 – 25.2.24
Öffnungszeiten: Mi – So  und an Feiertagen von 13 – 17 Uhr

und am

24.11.23 / 19Uhr zur Filmvorführung: An Infinite Scream (45min, Deutsch) von Steffen Holzkamp
Über Imke Rusts Land Art und Umweltaktivismus in Namibia.
Künstlerin und Filmemacher sind anwesend und laden im Anschluss zur Diskussion und Führung der Ausstellung ein.

Ich freue mich auf euch!!

Imke Rust nähert sich neugierig der geheimnisvollen Seele der Termiten. Dabei erforscht sie ihre eigene Verbindung zur Erde, den Sternen, ihrer afrikanischen Herkunft und der Mythologie durch eine intuitive, tiefe Wahrnehmung. Sie spürt mit allen Sinnen dem Urgefühl der Zusammengehörigkeit nach. Mit einer großen Vielfalt an Materialien und Formen schenkt sie ihren Entdeckungen Ausdruck, und entführt den Betrachter in eine mystische, aber sehr greifbare, fremde Welt.

English:

You are cordially invited to the opening of my solo exhibition

Listening to Mountains

An Intimate Dialog with Termites and Other Nature Beings

on 11.11.2023 at 3pm, Klosterscheune Zehdenick
Domänenweg 1, 16792 Zehdenick

Dr. phil. Constanze Jaiser will introduce the artist.

Duration: 12.11.23 – 25.2.24
Opening times: Wed – Sun and on public holiday 13 – 17h00

and on

24.11.23 at 19h00 for the film screening: An Infinite Scream (45min, German) by Steffen Holzkamp
About Imke Rust’s land art and environmental activism in Namibia.
The artist and filmmaker will be present and invite you to a discussion and guided tour of the exhibition afterwards.

I am looking forward to welcoming you!!

With Listening to Mountains Imke Rust curiously approaches the mysterious soul of termites. In doing so, she explores her own connection to the earth, the stars, her African origins and mythology through an intuitive, deep perception. She traces the primal feeling of togetherness with all her senses. With a great variety of materials and forms, she gives expression to her discoveries, transporting the viewer into a mystical, but very tangible, alien world.

Kunst im Druck – Ausstellung

Untangling by Imke Rust, Monoprint and ink on paper (60x88cm)


Ihr seid herzlich eingeladen zur Ausstellungseröffnung in Birkenwerder, wo ich gemeinsam mit 20 weiteren tollen Künstler*innen ausstelle. Ich werde zur Eröffnung anwesend sein und freue mich, euch dort (wieder) zu sehen!

Wer es nicht zur Eröffnung schafft, kann die Ausstellung dann noch in Ruhe bis zum 23. April besuchen.
 

KUNST IM DRUCK • 21 künstlerische Positionen

Eröffnung

Samstag, 12. März 2022, 16.00 Uhr

In der Ausstellung KUNST IM DRUCK präsentiert die Galerie 47 eine Auswahl von 21 künstlerischen Positionen, die eine Vielseitigkeit an Gestaltungsmöglichkeiten der Druckgrafik aufzeigen und Einblicke in die druckgrafischen Schaffensprozesse bieten. Ausgestellt werden realistische und gegenstandslose Bildlösungen, die ihren Ausdruck sowohl in der traditionellen als auch in der innovativen Form finden und damit ein breites Spektrum an künstlerischen Techniken dieser Richtungen zeigen. Gleichzeitig beweisen sie, dass der künstlerischen Ausdruckskraft keine Grenzen gesetzt sind.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Michael Augustinski, Jutta Barth, Roland Berger, Günther Blendinger, Anne F. Cart, Jürgen Gerhard, Martin Gietz, Dieter Gleffe, Elli Graetz, Wilfried Habrich, Kathrin Karras, Eberhard Lenk, Lothar Nowak, Karsten Kelsch, Christina Pohl, Susanne Pomerance, Imke Rust, Gerard Waskievitz, Edith Wittich, Barbara Zeisberg, Manfred Zoller.

Die Ausstellung sowie das begleitende Programm des gesamten Projektes, welches die Galerie 47 in diesem Jahr auch an anderen Orten in der Region realisiert, finden im Rahmen des „Tages der Druckkunst 2022“ statt.

Im Jahr 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Seitdem ist der 15. März der Tag der Druckkunst, der bundesweit, mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird. Seitdem ruft der BBK–Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler jedes Jahr auf, diesen Tag zu feiern und unterstützt deutschlandweit Veranstaltungen und Projekte, die zu diesem Anlass durchgeführt werden. www.tag-der-druckkunst.de

Zeitraum
12. März 2022 bis 23. April 2022

Ich zeige aktuelle Arbeiten aus meiner Serie ’States of Being’.  

Hier ein kurzer Text zu meiner Arbeitsweise:
In meiner Kunst versuche ich das Gefühl von Lebendigkeit zu erfahren, es zu verstehen und auszudrücken. Was macht das Leben aus? Welche Verbindungen, Möglichkeiten und auch Limitationen bestimmen unser Mensch-Sein und Leben?

Aus meinem persönlichen Körperempfinden entsteht intuitiv eine direkte und persönliche Bildsprache. Dabei arbeite ich mit einfachen Mitteln die mir viel Freiheit lassen, Techniken, Medien und Ausdrucksweisen zu mischen. Mir ist der Prozess der Entstehung wichtig. Das Resultat ist ‚perfekt’ wenn es in mir ein Gefühl des Erkennens auslöst.


Für die Serie ‚States of Being’ habe ich mit Moosgummi- und Linoldruck als Grundlage gearbeitet, die mir die Wiederholungen von ausgewählten Körperhaltungen ermöglichen. Diese sind offen für viel Variationen und einer Weiterbearbeitung und Interpretation mit anderen Medien. (Imke Rust, Februar 2022)

Weitere Informationen

https://galerie47-birkenwerder.de/ausstellungen/kunst-im-druck-21-kuenstlerische-positionen

17. Brandenburgischer Kunstpreis (bis 30. August 2020)

Ich und meine Arbeit beim 17. Brandenburgischen Kunstpreis / Me and my work at the 17. Brandenburg Art Prize

Noch bis zum 30. August 2020 ist meine Arbeit Zusammenwachsen, bestehend aus 9 Mixed Media Grafiken beim 17. Brandenburgischen Kunstpreis im Schloß Neuhardenberg zu sehen. (Und auch käuflich zu erwerben.)

Ich freue mich, das ich es in diesem Jahr geschafft habe, in die Ausstellung des bedeutendsten Kunstpreises in Brandenburg aufgenommen zu werden und gemeinsam mit vielen herausragenden Kollegen*innen auszustellen.

In der Serie beschäftige ich mich mit der Verbindung zwischen Mensch und Natur, und der Sehnsucht in einer neuen Heimat Wurzeln zu schlagen, während man gleichzeitig die Saat und Äste des Geburtslandes in sich trägt.

Zusammenwachsen, Linoldruck und Tinte auf Papier, 9 Blätter, je 20x20cm (Linocut and ink on paper, 9 sheets, each 20x20cm)

My work Zusammenwachsen can still be viewed till the 30th of August 2020 at the 17th Brandenburg Art Prize in Schloss Neuhardenberg. It is a graphic mixed media work, consisting of 9 sheets and it is for sale.

I am very excited that my work has been selected for this year’s exhibition of the most prestigious art prize in Brandenburg. It is an honour to exhibit with so many brilliant colleagues.

This series is about the relationship between humans and nature and the longing to grow roots in another country, while carrying the seeds and branches of your home country.

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Während der Preisverleihung / During the prize-giving event:

Meine Arbeit wurde in einer ungewöhnlichen Art an prominenter Stelle präsentiert.

My work was showcased in an unusual, but prominent way.

Ich höre den Schakal – Two Person Exhibition in Dachau 4 July

Katrin Schürmann and Imke Rust
will be exhibiting
at the Galerie der KVD in Dachau.
Opening on the 4th of July @ 19h30

Save the date! And please share with your friends in the area!


Hope to see you there! 😃 Ich freue mich euch dort zu sehen!

About the exhibition: (für den deutschen Text, bitte runter – scrollen)

Katrin Schürmann (1944) and me (1975) have a very interesting connection: we both grew up on the same farm in Namibia and we went to the same school in Swakopmund. We both are artists and both are now living in Germany.

Having met in 2017 at my exhibition in Munich we have kept in contact via email and exchanged memories and thoughts about the farm and our connection. Katrin Schürmann soon invited me to join her in an exhibition exploring this unique connection that we have.

After her studies Katrin Schürmann left Namibia to work in Germany and stayed ever since. In 1984 her mother sold their family farm Otukarru to my parents. So, just like Katrin, I spent a big part of my youth on the farm. Since my family is still farming there, I am also visiting as often as I can.

How do two artists of different generations relate to the same piece of land? How do the perspectives differ because of time,  memory and physical and emotional distance? Where do the perceptions differ? Where are they similar. How do the artists each deal not only with their personal histories, but also the colonial history? Especially in the current times, when it is important to critically question the history of land ownership in Namibia.

Both artists feel a strong connection to nature and Namibia’s vast spaces, the desert and the bush. Katrin works with abstract minimalism. Her monotypes and installations reflect the the barrenness of the land.

I am showing mixed media works, drawings and video works, which are mostly abstract figurative and explore my direct relation to the farm which I still call home. I am questioning the idealisation of and my ambivalent feeling towards the farm life. Current happenings, such as the drought, poaching incidents and the political call for land expropriation of white farmers, affect me directly and are expressed in my works.

Imke Rust ‘Rinderpest’ Mixed Media on paper, 68 x 82cm

Deutsch:

Wer entsinnt sich nicht an den Satz, der am Anfang des Romans von Tanya Blixen und einem sehr erfolgreichen Film steht: „Ich hatte eine Farm in Afrika“. Diese Aussage trifft auch auf die beiden Ausstellerinnen zu. Er prägte ihre Jugend.

Es ist nicht nur die Kindheit in Afrika, die Katrin Schürmann (1944) und Imke Rust (1975) verbindet – sie wuchsen auf derselben Farm in Namibia auf, gingen zur selben Schule in einem 300 Kilometer entfernten Dorf an der Küste, mitten in der Wüste. Dies alles stellte sich heraus, als sich die beiden Frauen zum ersten Mal trafen anlässlich einer Ausstellung von Imke Rust 2017 in der Pasinger Fabrik in München. Die beiden gehören verschiedenen Generationen an, die eine lebt heutzutage in Berlin, die andere in München.

Gemeinsam ist den beiden Künstlerinnen sicherlich die Liebe zur Natur, zu den endlosen Weiten der afrikanischen Savanne und der Wüste. Dieses drückt sich in der Arbeiten von Katrin Schürmann eher in minimalistischen, reduzierten Abstraktionen aus. Die Kargheit des Landes spiegelt sich in einfachen und direkten Darstellungen (Monotypien und Installationen) wider.

Ganz anders sind die Arbeiten von Imke Rust einzuordnen. Die gebürtige Namibierin, die erst vor kurzem nach Deutschland kam, weist auf politische Entwicklungen hin, bringt eine zwiespältige Reflektion zum Ausdruck, denn beide Künstlerinnen müssen sich heutzutage fragen, unter welchen Umständen diese Farm zur Kolonialzeit in Deutschen Besitz kam.

Imke Rust ist regelmäßig in ihrer Heimat und auf der elterlichen Farm. Somit ist sie immer wieder mit den aktuellen Geschehnissen dort konfrontiert. Ob Trockenheit, Wilderei oder die Forderungen nach Landenteignungen weißer Farmer – vieles berührt sie direkt und spiegelt sich in ihren Werken wieder

Imke Rust zeigt Arbeiten die auf der elterlichen Farm in Namibia entstanden sind oder in direkter Beziehung dazu stehen. Sie arbeitet multimedial und vorzugsweise direkt in der Natur, welches sie in Fotografien, Zeichnungen und Videoarbeiten dokumentiert und zeigt.

Für die geplante Ausstellung befassen sich beide Künstlerinnen mit ihrer Beziehung zu dem Land Namibia, aber auch dem Stückchen Land auf dem beide aufgewachsen sind und das für sie lange ihr Zuhause war. Wie sehen sie ihre persönliche Beziehung zu dem Land und seiner Geschichte? Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt es in der Wahrnehmung? Gerade in der jetzigen Zeit, wo Deutschland von den Herero zur Verantwortung für ihre koloniale Geschichte gezogen wird, ist eine kritische und persönliche Hinterfragung was es denn bedeutet „eine Farm in Afrika gehabt zu haben?“ spannend und wesentlich.

Mehr Information zu / More information about Katrin Schürmann:  http://www.katrinschuermann.de

Katrin Schürmann Monotypes 100 x 70cm