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Dialog:Linie #2 – Zeichnung und Resonanz

English below


Eröffnung 28. September 2025 · 15 Uhr · GEDOK Brandenburg

Ihr seid herzlich zur Eröffnung der Gruppenausstellung „Dialog:Linie #2 – Zeichnung und Resonanz“ eingeladen. Nach dem ersten Teil des Projekts (Dialog:Linie #1), bei dem Adelheid Fuss und ich die Räume in einer zweitägigen Residenz zeichnerisch bespielt haben, öffnet nun die zweite Etappe den Dialog weiter – mit sechs Künstlerinnen, die Zeichnung als Resonanzraum verstehen und auf ihre je eigene Weise weiterentwickeln.

Ich zeige Arbeiten aus meiner Serie „Vanitas Mosquito – Jägerin wider Willen“, die den stillen Kampf eines Sommers mit Mücken in poetische und kuriose Bilder von Nähe, Abwehr und Verbundenheit verwandeln. Ergänzend präsentiere ich die Kohlezeichnung „Wildfang“, ein Bild von kindlicher Ursprünglichkeit, Freiheit und ungebändigter Lebenskraft.


Außerdem sind wieder meine Fotoarbeiten „Eine goldene und schwarze Linie zeichnen (Stehend)“ zu sehen: Wer sie in der ersten Ausstellung verpasst hat, hat nun die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Die beiden Panoramabilder dokumentieren eine performative Zeichnung in der Wüste – geschaffen mit Körper, Wind, Schatten und einer goldenen Rettungsdecke. Eine Zeichnung, die nur für einen Augenblick existierte und einzig durch die Fotografie bewahrt wurde.

In meiner Arbeit versuche ich immer wieder, neue und experimentelle Wege in der Zeichnung zu gehen – sei es durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien wie Mückenkörpern oder eigenem Blut, sei es durch zeitlich flüchtige Interventionen in der Landschaft. So erweitere und hinterfrage ich das Verständnis von Zeichnung und Linie, erkunde unkonventionelle Wege und erspüre unerwartete Korrespondenzen und Resonanzen. Umso mehr freue ich mich, solche Arbeiten nun in diesem Rahmen zeigen zu können.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 28. September 2025 um 15 Uhr in der GEDOK Brandenburg statt. Es gibt ein moderiertes Künstler:innengespräch mit allen Beteiligten und im Anschluss freue ich mich auf einen direkten Austausch mit euch!

Die Einladung ist leider sehr kurzfristig, trotzdem hoffe ich, das der/die eine oder andere doch Zeit und Lust hat, zur Eröffnung dieser spannenden Ausstellung zu kommen!

Weitere Infos…

Galerie KUNSTFLÜGEL Seebadallee 45, 15834 Rangsdorf
Telefon: 033708 – 70733 oder 0163-2568234Bitte beachtet die neuen Öffnungszeiten: Do+So 14-18 Uhr, oder nach Vereinbarung.

🇬🇧 English

You are invited to the opening of the group exhibition “Dialog:Linie #2 – Drawing and Resonance.”
After the first part of the project (Dialog:Linie #1), in which Adelheid Fuss and I explored the spaces through drawing during a two-day residency, this second stage now broadens the dialogue – with six artists who understand drawing as a field of resonance and develop it further in their own distinctive ways.

I will be presenting works from my series “Vanitas Mosquito – A Reluctant Huntress” which transform the quiet struggle of a mosquito-filled summer into poetic and curious images of intimacy, resistance, and connection. Alongside them, I am showing the charcoal drawing “Wildfang,” a portrait of childhood’s raw vitality, freedom, and untamed life force.

Also on view once more are my photographic works “Drawing a Golden and Black Line (Standing).” For those who missed them in the first exhibition, this is another chance to encounter them. These two panoramic images document a performative drawing in the desert – created with body, wind, shadow, and a golden emergency blanket. A drawing that existed only for a fleeting moment and is preserved solely through photography.

In my practice, I continuously seek new and experimental approaches to drawing – whether through the use of unusual materials such as mosquito bodies or my own blood, or through ephemeral interventions in the landscape. In doing so, I aim to expand and question the very notion of drawing and line, exploring unconventional paths and sensing unexpected correspondences and resonances. I am all the more pleased to present such works within this context.

The opening will take place on Sunday, September 28, 2025, at 3 p.m. at GEDOK Brandenburg. A moderated artists’ talk with all participants will follow, and afterwards I look forward to an informal exchange with you.

Although this invitation comes at short notice, I hope that some of you will find the time and desire to join us for the opening of this exciting exhibition!


Und noch eine ungewöhnliche Mini-Solo-Ausstellung in der Galerie am Rosenbogen in Oranienburg:

Noch zu sehen bis zum 21. Oktober 2025. Da sich das Bild mit dem Nashorn grad verkauft hat, könnt ihr euch überraschen lassen, welches neue Bild an seiner Stelle ausgestellt wird. 

Die kleine Galerie am Rosenbogen von Maren Haubner befindet sich in Oranienburg am Ufer des Havelkanals. Einfach an der Dropebrücke runter an die Havel gehen und dann bis Havelhausen sehr idyllisch am Wasser entlang spazieren. Gerade im Herbst ein wunderschöner Weg! 


temporär verbunden – 10.11.24 Vernissage

Herzliche Einladung zu Ausstellung/Vernissage von

temporär verbunden

Mit den Künstlerinnen Frauke Beeck, Regine Daniels-Stoll, Christine Düwel, Jana Franke, Marianne Gielen, Elli Graetz, Karin Gralki, Christina Köster, Eka Orba, Kaj Osteroth, Annette Paul, Imke Rust, Dorit Trebeljahr, Astrid Weichelt, Alexandra Weidmann, Jana Wilsky

Ausstellungspause: 12.12.2024-5.1.2025
 
Eröffnung I: Sonntag, 10.11.2024, 15 Uhr
Improvisation: Jana Franke (Text, Performance) und Regine Daniels-Stoll (Violoncello)
 
Eröffnung II: Sonntag, 24.11.2024, 15 Uhr
Performance: Annette Paul
 
Kammerkonzert: Freitag, 6.12.2024, 19 Uhr
Regine Daniels-Stoll (Violoncello) und Andreas Kowalewitz (Klavier)
 
“Vor 30 Jahren wurde die GEDOK Brandenburg gegründet. Zum Geburtstag kamen 16 Künstlerinnen in zwei Gruppen auf Schloss Wiepersdorf zum gemeinsamen Arbeiten zusammen. Ab 10.11. zeigen wir Ergebnisse des ersten Aufenthalts, ab 24.11. stoßen die Künstlerinnen der zweiten Runde frisch aus Wiepersdorf dazu.
 
Schloss Wiepersdorf wurde um 1735 erbaut, ab 1814 von Achim von Arnim bewirtschaftet und phasenweise auch von Bettine von Arnim bewohnt, die nicht nur als Herausgeberin und politische Aktivistin bekannt wurde, sondern auch als Schriftstellerin, Zeichnerin und Komponistin.

Nach einigen Wechseln gründete das Land Brandenburg 2019 die Stiftung Schloss Wiepersdorf, die die Anlage als Künstler*innenhaus betreibt. Die Stiftung Schloss Wiepersdorf ermöglicht neben Einzel- und Kooperationsstipendien auch Gruppenaufenthalte, auf die sich die GEDOK Brandenburg für 2024 beworben hat. Statt eines großen Festakts zum 30. Geburtstag mit allem Drumherum ging es darum, das Netzwerk der GEDOK Brandenburg zu stärken und Freiberuflerinnen aus bildender Kunst, Literatur und Musik zusammenzubringen. Im Stipendium treffen Frauen aus verschiedenen Generationen und biografischen Hintergründen aufeinander. Herausgelöst aus dem Alltag widmen sie sich ihren eigenen Werken ebenso wie dem gemeinsamen Schaffen.

In mehreren Vorbereitungsrunden diskutierten die Beteiligten intensiv, wie ein gemeinsames Werk aussehen kann und entschieden sich für eine gemeinsame Bildfolge für die Ausstellung in der Galerie KUNSTFLÜGEL. Einige porträtierten ihre Kolleginnen zusätzlich in Wort, Bild und Performance. Außerdem zeigen die Künstlerinnen in der Ausstellung Werke aus ihrem aktuellen Schaffen, die durch den Aufenthalt inspiriert und ermöglicht wurden.”

Was daraus entstanden ist, seht ihr in der Ausstellung!

Ich freue mich auf eine Begegnung und viele inspirierende Gespräche über die Kunst mit euch bei der Vernissage am 10. November 2024!

ACHTUNG: AUFNAHME! Neue Künstlerinnen der GEDOK Brandenburg 2024

I Could Not Find a Destination (Mixed Media auf Papier) wird unter anderem in der Ausstellung zu sehen sein. ©Imke Rust

In ihrem dreißigsten Jahr begrüßt die GEDOK Brandenburg fünf neue Künstlerinnen als Mitglieder. Vom 26.5.-30.6.2024 stellen Andrea Engelmann, Imke Rust, Asta Volkensfeld und Alexandra Weidmann in der Ausstellung „Achtung: Aufnahme! Neue Künstlerinnen der GEDOK Brandenburg 2024“ ihre Werke vor. Als Schriftstellerin ist Jutta Rosenkranz seit diesem Jahr neu im brandenburgischen Landesverband. 

Zur Eröffnung am Sonntag, 26.5.2024 um 15 Uhr laden wir Sie, Ihre Freund*innen und Bekannten ganz herzlich ein.

GEDOK e.V.
Gemeinschaft der Künstlerinnen und
Kunstfördernden, Gruppe Brandenburg 
Seebadallee 45 
D-15834 Rangsdorf 
Fon 0049-33708-70733

Mobil 0049-163-2568234 
www.gedok-brandenburg.de

Hier etwas Info zu meinen Arbeiten, die in der Ausstellung gezeigt werden:

Geboren und aufgewachsen in Namibia, lebt die multidisziplinäre Künstlerin Imke Rust seit zehn Jahren in Oberhavel, Brandenburg.

In ihrer Arbeit erforscht sie die subtilen Verbindungen zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Mensch, Natur und Kulturen, um ein tieferes Verständnis für die menschliche Rolle in der Welt zu entwickeln. Durch den Einsatz von Linien, Formen, Figuren sowie verschiedenen Materialien und Techniken ertastet und untersucht sie diese Verbindungen und Ahnungen. Ziel ist es, die Herausforderungen der Menschheit besser zu verstehen und unsere Wahrnehmung als integralen Teil der Natur zu schärfen. Ihre multikulturelle Identität spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die hier gezeigten Arbeiten bestehen hauptsächlich aus zwei größeren Werkserien: der “Roots & Branches”-Serie und den Werken, die aus ihrer mehrjährigen Forschung zu Termiten entstanden sind. In der “Roots & Branches”-Serie setzt sie sich mit dem Konzept von Verwurzelung und Wachstum auseinander, indem sie natürliche Materialien und Symboliken verwendet, um die Verbindung zwischen Mensch und Natur darzustellen. Ihre Forschung zu Termiten beleuchtet die komplexen sozialen Strukturen dieser Insekten und welche Lehren wir daraus ableiten können, was sie in ihren Werken durch detailreiche Darstellungen und innovative Techniken thematisiert.

Diese Ausstellung bietet zudem einen kleinen Einblick in ihr vielseitiges Oeuvre, das von traditioneller Zeichnung über Mischtechniken, Fotografie und Installationen bis hin zu Performance- und Videoarbeiten reicht. Besondere Beachtung verdienen ihre Arbeiten mit natürlichen Pigmenten und Materialien, die sie zum Teil aus ihrer Heimat Namibia mitbringt oder vor Ort findet, sowie ihre experimentellen Ansätze, die oft partizipatorische Elemente und ortsspezifische Installationen umfassen.

Ich freue mich auf euern Besuch der Ausstellung, wo ihr neben meiner auch noch die tollen Arbeiten von Asta Volkensfeld, Andrea Engelmann und Alexandra Weidmann bewundern könnt!

Aquamediale15 with my installation ‘einFluss’

(Deutscher Text weiter unten)

Vernissage/Opening : 03.06.2023 at 14:00 Uhr

http://aquamediale.de
Region: Schlepzig | Słopišća
Where / Veranstaltungsort: Großer Hafen Schlepzig
Hafenstübchen, Dorfstraße 53b, 15910 Schlepzig

About the Aquamediale15

The 15th aquamediale is committed to addressing the factors influencing the climate and examining the effects of an unrestrained consumer economy on people and nature. As a result of their subjective perceptions, the artists will present their views and sensations as objects and installations in the landscape and for discussion under the theme “UNART NATURE – Man procontra Nature”.

You can expect artistic objects & installations that :

  • depict the influence of man in nature
  • compare the values of society with the values in nature
  • show the responsibility of the individual
  • stimulate the influence of every human being as a sustainable consumer
  • visualise the quality of living with nature.

About my work at the Aquamediale15:

einFluss / inFlow
[1] the influencing of something or someone.
[2] the possibility of having an influence
[3] to flow in
[4] rarely: Mouth (of a river)

A flow of energy, seemingly floating, alien and yet natural.

In the Spreewald, branches flow along the water. Mounted on thin iron rods, they flow along about half a metre above the surface of the ground or water.

The stream adapts to its surroundings, seeks its natural course. Man-made and yet nature, because we are nature and not separate from it.

In our being and doing, we are constantly interacting with the greater whole. We have an influence.

2023 for the Aquamediale15 UNART NATUR
Dimension: 44 branches over approx. 30m.
Medium: Branches, iron bars, environmentally friendly forester’s marking paint.

Side view of einFluss

Close-up view of einFluss

Map of the Aquamediale15 / Karte der Aquamediale15 (Schlepzig, Spreewald)

Online Catalogue: please click on the link to the Aquamediale page at the top, go to ‘Veranstaltungen’ and under Vernissage you can download the catalogue.

Deutsch:

Über die Aquamediale:

Die 15. aquamediale verpflichtet sich zur Auseinandersetzung mit den das Klima beeinflussenden Faktoren und untersucht die Auswirkungen einer ungebremsten Konsumwirtschaft auf Mensch und Natur. Als Ergebnis ihrer subjektiven Wahrnehmung werden die Künstlerinnen und Künstler unter dem Thema »UNART NATUR – Mensch prokontra Natur« ihre Sichten und Empfindungen als Objekte und Installationen in die Landschaft und zur Diskussion stellen.

Es erwarten Sie künstlerische Objekte & Installationen, die :

  1. den Einfluss des Menschen in der Natur abbilden
  2. die Werte der Gesellschaft mit den Werten in der Natur abgleichen
  3. die Verantwortung des Einzelnen aufzeigen
  4. die Einflussnahme jedes Menschen als nachhaltigen Konsumenten anregen
  5. die Qualität eines Lebens mit der Natur visualisieren.

Über meine Arbeit:

einFluss
[1] das Einwirken auf etwas oder jemanden
[2] die Möglichkeit, einwirken zu können
[3] Einfließen
[4] selten: Mündung (eines Flusses)

Ein Fluss von Energie, scheinbar schwebend, fremd und doch natürlich.

Im Spreewald fließen die Äste am Wasser. Montiert auf dünnen Eisenstangen strömen sie etwa einen halben Meter über der Boden- oder Wasseroberfläche entlang.

Der Strom passt sich an die Umgebung an, sucht sich seinen natürlichen Lauf. Mensch-gemacht und doch Natur, denn wir sind Natur und nicht getrennt von ihr.

In unserem Sein und Tun wirken wir ständig mit dem großen Ganzen. Wir haben Einfluss.

2023 für die Aquamediale15 UNART NATUR
Dimension: 44 Äste über ca 30m.
Medium: Äste, Eisenstangen, umweltverträgliche Förstermarkierfarbe

View of the installation einFluss

Setting up the installation

Kunst im Druck – Ausstellung

Untangling by Imke Rust, Monoprint and ink on paper (60x88cm)


Ihr seid herzlich eingeladen zur Ausstellungseröffnung in Birkenwerder, wo ich gemeinsam mit 20 weiteren tollen Künstler*innen ausstelle. Ich werde zur Eröffnung anwesend sein und freue mich, euch dort (wieder) zu sehen!

Wer es nicht zur Eröffnung schafft, kann die Ausstellung dann noch in Ruhe bis zum 23. April besuchen.
 

KUNST IM DRUCK • 21 künstlerische Positionen

Eröffnung

Samstag, 12. März 2022, 16.00 Uhr

In der Ausstellung KUNST IM DRUCK präsentiert die Galerie 47 eine Auswahl von 21 künstlerischen Positionen, die eine Vielseitigkeit an Gestaltungsmöglichkeiten der Druckgrafik aufzeigen und Einblicke in die druckgrafischen Schaffensprozesse bieten. Ausgestellt werden realistische und gegenstandslose Bildlösungen, die ihren Ausdruck sowohl in der traditionellen als auch in der innovativen Form finden und damit ein breites Spektrum an künstlerischen Techniken dieser Richtungen zeigen. Gleichzeitig beweisen sie, dass der künstlerischen Ausdruckskraft keine Grenzen gesetzt sind.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Michael Augustinski, Jutta Barth, Roland Berger, Günther Blendinger, Anne F. Cart, Jürgen Gerhard, Martin Gietz, Dieter Gleffe, Elli Graetz, Wilfried Habrich, Kathrin Karras, Eberhard Lenk, Lothar Nowak, Karsten Kelsch, Christina Pohl, Susanne Pomerance, Imke Rust, Gerard Waskievitz, Edith Wittich, Barbara Zeisberg, Manfred Zoller.

Die Ausstellung sowie das begleitende Programm des gesamten Projektes, welches die Galerie 47 in diesem Jahr auch an anderen Orten in der Region realisiert, finden im Rahmen des „Tages der Druckkunst 2022“ statt.

Im Jahr 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Seitdem ist der 15. März der Tag der Druckkunst, der bundesweit, mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird. Seitdem ruft der BBK–Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler jedes Jahr auf, diesen Tag zu feiern und unterstützt deutschlandweit Veranstaltungen und Projekte, die zu diesem Anlass durchgeführt werden. www.tag-der-druckkunst.de

Zeitraum
12. März 2022 bis 23. April 2022

Ich zeige aktuelle Arbeiten aus meiner Serie ’States of Being’.  

Hier ein kurzer Text zu meiner Arbeitsweise:
In meiner Kunst versuche ich das Gefühl von Lebendigkeit zu erfahren, es zu verstehen und auszudrücken. Was macht das Leben aus? Welche Verbindungen, Möglichkeiten und auch Limitationen bestimmen unser Mensch-Sein und Leben?

Aus meinem persönlichen Körperempfinden entsteht intuitiv eine direkte und persönliche Bildsprache. Dabei arbeite ich mit einfachen Mitteln die mir viel Freiheit lassen, Techniken, Medien und Ausdrucksweisen zu mischen. Mir ist der Prozess der Entstehung wichtig. Das Resultat ist ‚perfekt’ wenn es in mir ein Gefühl des Erkennens auslöst.


Für die Serie ‚States of Being’ habe ich mit Moosgummi- und Linoldruck als Grundlage gearbeitet, die mir die Wiederholungen von ausgewählten Körperhaltungen ermöglichen. Diese sind offen für viel Variationen und einer Weiterbearbeitung und Interpretation mit anderen Medien. (Imke Rust, Februar 2022)

Weitere Informationen

https://galerie47-birkenwerder.de/ausstellungen/kunst-im-druck-21-kuenstlerische-positionen

My Art in the Iwalewahaus Collection

I am so excited to share this news with you!! (Deutscher Text weiter unten)

The Iwalewahaus from the University of Bayreuth has acquired two art series from me.  The Iwalewahaus has a great collection of modern and contemporary visual art and popular culture from Africa, Asia and the Pacific regions, which is unrivalled in Germany.

I feel immensely honoured and very happy that my works will become part of this unique publicly accessible collection.

Both works are about the Namibian colonial history and how we are dealing with it today.

The Horse is a Problem. The Horse Must Go. Imke Rust, 6 sheets, Acrylic on green paper, 60x50cm each

‚The Horse is a Problem. The Horse Must Go.’ Consists of six works (Acrylic on green paper, 60 x 50cm each) which relate to the equestrian monument from colonial times, as well as the new statue of an unknown soldier erected on Heroe’s Acre by Koreans. The title derives from a speech made by former president Pohamba.

While the German-speaking Namibians speak of the Reiter (Rider), English-speakers usually refer to the Horse, when they speak about the equestrian monument. This difference in interpretation and naming is interesting, as it shows our differences in perception and thinking. Both, horse and rider, form a part of something bigger, which again is symbolic of something else. Some people want to save the rider others see the horse as the root of the problem. As long as we are not prepared to call the problems by their real names, acknowledge all parts and search for a joint solution it will be a challenge and we will fight about something very superficial.

Added to that, is the fact that the modern statues are no less problematic. Statues which were build after independence to unify the nation and celebrate more recent heroes of the independence struggle have been ordered from an Asian catalogue and installed by the North-Koreans. Hardly any Namibian can really identify with these statues, especially since they look more Asian than Namibian.

Who Cares About the Horse? Imke Rust, Mixed Media on paper, 3 sheets, each 29 x 21cm

The second series which was bought is entitled: ‘Who Cares About the Horse?’.

It consists of three pages (mixed media on paper, 29 x 21cm each). In 2008, South African artist William Kentridge showed the video artwork ‘I am not me, the horse is not mine.’ The title speaks of the denial of guilt and this has inspired my series of works. Each page shows an image from the German colonial times in Namibia. The first page shows a young Herero boy with a horse and the typed text ‘I am me. The horse is not mine.’ The second page shows a German officer on his horse and the text ‘I am me. The horse is mine.’ The third page shows a Herero man on a riding ox and the text ‘I am me. Who cares about the horse?’

This light-hearted work reminds us, to be stand by who we are, acknowledge the guilt we all carry and then we can find alternative, peaceful solutions which make the question about the ‘horse’ redundant.

Ich freue mich, diese Neuigkeiten teilen zu können – Deutsch

Das Iwalewahaus der Universität von Bayreuth hat zwei meiner Arbeitsserien für ihre Sammlung angekauft. Das Iwalewahaus verfügt über eine in Deutschland einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer bildender Kunst und populärer Kultur aus Afrika, Asien und dem pazifischen Raum.

Es ist für mich eine große Ehre und eine besondere Freude, das meine Arbeiten nun in dieser einzigartigen Sammlung öffentlich zugänglich sein werden.

Die beiden Arbeiten befassen sich mit der namibischen Kolonialgeschichte und unseren heutigen Umgang mit ihr.

Detail: Reiter, denk mal

‚The Horse is a Problem. The Horse Must Go.’ Besteht aus sechs Blättern (Acrylic auf grünem Papier, je 60 x 50cm) die sich mit dem Umgang mit dem Reiterdenkmal aus der Kolonialzeit, aber auch der Statue des unbekannten Soldaten die von Nordkorea auf dem Heldenacker errichtet wurde, befassen. Der Titel ist von einer Aussage des ehemaligen Präsidenten Pohamba abgeleitet.

Während die Deutschen vom Reiterdenkmal reden, wird von Anderssprachigen meist nur von dem Pferd geredet. Schon in diesen unterschiedlichen Interpretationen von einer Sache sehe ich interessante Andeutungen, wie unterschiedlich wir denken und die Situation wahrnehmen. Beides, Pferd und Reiter, sind Teil eines Ganzen und Sinnbild für etwas anderes. Die einen wollen den Reiter erhalten, die anderen sehen das Pferd als Problem. Solange wir nicht bereit sind die eigentlichen Probleme beim Namen zu nennen, alle ihre Teile anzuerkennen und dafür gemeinsam Lösungen zu finden, ist es schwierig und wir streiten uns sehr emotional um Oberflächliches.

Dazu kommt, das die neuen Denkmäler oft nicht weniger zwiespältig zu deuten sind. Denkmäler die nach der Unabhängigkeit die Bevölkerung vereinen sollen und die Helden des Unabhänigkeitskampfes feiern, wurden aus einem Nordkoreanischem Katalog bestellt und auch von ihnen angefertigt. Identitätsstiftend wirken sie kaum auf irgendeinen ein Namibier, zumal sie meist ehr asiatische Gesichtszüge aufweisen als namibische.  

Die zweite Arbeitsserie die angekauft wurde heißt: ‚Who Cares About the Horse?’ und besteht aus drei Blättern (Mischtechnik auf Papier, je 29 x 21cm).

In 2008 zeigte der Südafrikanische Künstler William Kentridge eine Videoarbeit ‚I am not me, the horse is not mine.’ Der Titel, der von einer Schuldabweisung spricht, hat diese Serie inspiriert. Auf jedem Blatt ist ein Bild aus der deutschen Kolonialzeit zu sehen. Auf dem ersten ist ein Herero Junge mit einem Pferd zu sehen, dazu der Text: ‚I am me. The Horse is not mine’. Das zweite zeigt einen Schutztruppler, hoch zu Ross, dazu der Text ‚I am me. The horse is mine.’ Das dritte Bild zeigt einen Herero auf einem Reitochsen mit dem Text ‚I am me. Who cares about the horse?’

Diese Arbeit soll auf eine lustige Weise daran erinnern, das wir alle ehrlich dazu stehen sollten wer sie sind und welche Schuld wir alle tragen. Dann wäre es vielleicht einfacher uns auf alternative Lösungen zu konzentrieren und die die Frage nach dem ‚Pferd’ überflüssig machen.