“Die Wirklichkeit war viel tragischer” ist eine Videoarbeit, die im Auftrag des Projekts überLEBENSWEGE erstellt wurde.
Inspiriert und zusammengestellt aus Film-Fragmenten des Gedenkortes KZ Waldbaulager (Neubrandenburg, Deutschland), historischen Dokumenten und Biografien von dort inhaftiereten Frauen, geht diese Videoarbeit der Frage nach wie wir uns an schlimme Ereignisse erinnern.
ENGLISH:
“Die Wirklichkeit war viel tragischer” (Reality was much more tragic) is a video work commissioned by the project überLEBENSWEGE.
Inspired by and compiled from film fragments of the memorial site of the Waldbaulager concentration camp (Neubrandenburg, Germany), historical documents and biographies of women imprisoned there, this video work explores the question of how we remember terrible events.
Idea & Illustration: Imke Rust
Editing & music: Steffen Holzkamp
Camera: Carsten Büttner / Imke Rust
Film Stills:




überLEBENSWEGE
ist ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V., in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring Brandenburg e. V. Darüber hinaus kooperiert das Projekt mit der Gedenkstätte Ravensbrück.
Folgende Info zu dem Projekt kommt von der Seite der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und überLEBENSWEGE http://www.raa-mv.de/raa-projekte/ueberlebenswege-2/ :
Lokale Spurensuche und digitale Erinnerungswerkstätten
Ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V., in Kooperation mit dem Landesjugendring Brandenburg e. V.
Die biografischen Erinnerungen der Überlebenden und die historischen Orte von Gewalt und Verfolgung sind wichtige Bausteine unserer Erinnerungskultur. Durch deren überlieferte Zeugnisse werden das System und die Ideologie des Nationalsozialismus nachvollziehbar. Spätere Generationen sollen dazu eingeladen werden, sich auf Spurensuche zu begeben und ihren eigenen Fragen nachzugehen. Das Projekt überLEBENSWEGE verbindet eine lokale sowie biografische Spurensuche mit digitalen Erinnerungsräumen, die über Grenzen und Generationen hinweg Bestand haben sollen.
8 historische Orte in 2 Bundesländern
Acht ausgewählte historische Orte in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden erstmals länderübergreifend in Beziehung zueinander gebracht. Sie sind erstens verknüpft mit Verfolgtengruppen – Sinti*zze und Rom*nja, Opfer von Zwangserziehung und „Euthanasie“-Morden sowie Zwangsarbeiter*innen. Zweitens haben sie im Hinblick auf Zwangsarbeit, Militärgeschichte und Rüstungsindustrie eine bundesweite Relevanz. Und drittens sind sie auch aufgrund der biografischen Verfolgungswege von hoher Bedeutung für eine inklusive europäische Erinnerungsgeschichte.
Film-Regale, #Digitalhistorylabs & Mixed Reality-Formate
überLEBENSWEGE erforscht die Prozesse juristischer, gesellschaftlicher und politischer Umgangsweisen mit den Orten und Personen und bereitet sie mit verschiedenen Zielgruppen medial auf. Professionell erstellte Filmfragmente („Film-Regale“) übernehmen dabei verschiedene Funktionen (z. B. für Ortsrundgänge, Samplen, Scrollytelling). #Digitalhistorylabs und Mixed Reality-Formate für Jugendliche wie für erwachsene Zielgruppen werden erprobt und evaluiert. Die Evaluation zielt auf eine selbstkritische Auseinandersetzung mit Dekontextualisierungen und Manipulationen von historischen resp. audiovisuellen Quellen. Auch dem Projektteam selbst soll dabei (z. B. über Instagram) „beim Denken zugeschaut“ werden können.