2025 Dialog:Linie #1

Collaborative Drawing Experiment and Exhibition

DIALOG:LINIE #1 ist ein zeichnerisches Experiment im Raum –
Zwei Tage, zwei Künstlerinnen, ein Ort.
Wir traten in Dialog – mit dem Raum, miteinander und mit der Linie selbst.

Keine fertigen Werke, keine festen Ergebnisse – sondern Spuren, Gesten, Reaktionen in Bewegung.
Was entstand, nahm Form an als ortsspezifische Installation: flüchtig, lebendig, im Entstehen begriffen.

DIALOG:LINIE #1 is a collaborative drawing experiment –
two artists, two days, one shared space.
In dialogue with the room, each other, and the line itself, a site-specific installation takes shape.

Not the finished work, but traces, gestures, and responses are at the core.
The result: a process in motion – fleeting, alive, evolving.

Künstlerinnen / Artists: Imke Rust & Adelheid Fuss
Künstlerische Projektleitung / Artistic coordinator: Kaj Osteroth
Ein Projekt der / A project by GEDOK Brandenburg.

Ausstellungsansichten / Exhibition Views


Dialog Spuren:

Eine gemeinsame Video-basierte Performance / a joined video-based performance


Interview zum Projekt mit Adelheid Fuss und Imke Rust:

Das Interview mit Adelheid Fuss und Imke Rust führte Kaj Osteroth im Ausstellungsraum der Galerie Kunstflügel in Rangsdorf.
Film: Kaj Osteroth und Timothy Speed, 2025.

Meine persönlichen Gedanken und Eindrücke / My personal thoughts and impressions:

🇩🇪 Deutsch

Zwei Tage mit einer mir zunächst unbekannten Kollegin in einer Galerie.

Im zeichnerischen Dialog den Raum erkunden – ausgehend von mitgebrachten Arbeiten als Anknüpfungspunkt.
 Auch wenn unsere Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind, entstehen immer wieder überraschende Übereinstimmungen.


Ein intensiver, spannender und für mich sehr bereichernder Austausch entwickelt sich.
Wir greifen Ideen, Fragen und Materialien voneinander auf, sprechen viel, diskutieren, loten aus – und versinken dann wieder konzentriert und still in unsere je eigene Arbeit.

Die Herausforderung ist groß, die Zeit knapp, die Mittel begrenzt.
Und trotzdem: Es fließt. Wir finden immer wieder passende, manchmal unerwartete Lösungen.
 So entsteht in kurzer Zeit ein erfrischender, lebendiger und schöner zeichnerischer – und auch persönlicher – Dialog.

Unsere unterschiedlichen Erfahrungen, Arbeitsweisen und Stärken haben sich wunderbar ergänzt. Ich bin sehr dankbar für die Offenheit, den Respekt und die Neugier, mit der wir einander begegnet sind. Ein großes Glück, wenn man sich in so einer Situation nicht nur versteht, sondern sich wirklich sympathisch ist.

Dass es unter diesen intensiven Bedingungen auch mal zu Reibungen und kleinen Krisen kommt, ist ganz normal.
 Aber gerade, wenn man diese gemeinsam meistert und daraus sogar Unerwartetes, Neues entsteht – dann spricht das für eine besonders vertrauensvolle und außergewöhnliche Zusammenarbeit.

Mein Dank gilt meiner Kollegin Adelheid Fuss.
 Dieses Projekt gemeinsam mit ihr machen zu dürfen war für mich eine großartige Erfahrung. Es hat Spaß gemacht, mich inspiriert – und einfach sehr gefreut, sie kennenzulernen und die Zeit mit ihr zu teilen.

Danke auch an Kaj Osteroth für die Idee und Projektleitung und die GEDOK für die Einladung zu diesem spannenden Experiment, für euer Vertrauen, eure Offenheit und Unterstützung. Auch das hat maßgeblich zum Gelingen beigetragen.

Und Gelungen ist uns allen meiner Meinung nach wirklich.

Eindrücke der Residenz / Some impressions from the residency:


🇬🇧 English

Two days, one gallery space and a colleague I had not met before.
We explored the space together through drawing – using some pieces we’d each brought along as a starting point.
Even though our approaches are quite different, we kept discovering surprising common ground.

It quickly turned into an intense, exciting, and really enriching exchange.
We picked up on each other’s ideas, questions, and materials, talked a lot, discussed things, tried things out – and then often fell into quiet, focused work on our own again.

The challenge was big, time was short, and we didn’t have many resources.
And still – it flowed. We kept finding solutions that worked, sometimes ones we hadn’t expected.
In just a short time, a fresh, lively, and beautiful dialogue developed – not only in drawing, but also on a personal level.

Our different experiences, ways of working, and strengths complemented each other really well.
I’m truly grateful for the openness, respect, and curiosity we brought to the table.
It’s such a gift when you not only understand each other in this kind of situation, but also genuinely like one another.

Of course, moments of friction or small crises can happen when things are that intense – that’s completely normal.
But when you face those together and even something new and unexpected comes out of it – that’s a sign of real trust and a very special kind of collaboration.

A big thank-you to my colleague Adelheid Fuss. Getting to do this project with her was a fantastic experience. It was fun, inspiring – and just a real pleasure to get to know her and share that time.

Thanks also to Kaj Osteroth for the idea and project coordination, and to the GEDOK Brandenburg for inviting us to be part of this exciting experiment – and for your trust, openness, and support.
That played a huge part in making this work as well.

And honestly – I think we really pulled it off.